Glutenfreie Lieblingsreiseziele

So oft werde ich danach gefragt, welches mein liebstes glutenfreies Reiseziel ist. Natürlich denke ich gerne an Skandinavien, die Schweiz oder die Niederlande, aber immer noch denke ich träume ich von meiner Zeit vor sieben Jahren in Mexiko. Während zu Hause die Tortillas meist zu einem großen Teil aus Weizenmehl bestehen, konnte ich mich dort morgens in den Tortillerias mit einem Berg an Mais-Tortillas eindecken. Noch warm in Papier eingepackt, war es immer ein kleines Fest, das Päckchen zu öffnen und innerhalb kürzester Zeit alles aufzufuttern. Auf den Märkten habe ich mich in die kleinen Maistaschen verliebt, die mit einer schwarzen Bohnenpaste gefüllt waren. Oder Nachos. Oder Reis mit Bohnensoße. Es müssen nicht immer die glutenfreien Ersatzprodukte sein, die einem in Erinnerung bleiben, sondern oft verzaubert einen schon die Landesküche, die von Natur aus glutenfrei ist. Damals war meine Laktoseintoleranz noch stärker und ich erinnere mich heute noch daran, dass man auch in den kleinsten Cafés laktosefreie Milch für seinen Kaffee bekam – mein kleines persönliches Paradies.

Glutenfrei durch… Kahtmandu

Nach einem halben Jahr voller Nepal-Fernweh ging es endlich zurück. So sehnsüchtig habe ich darauf gewartet, endlich wieder durch Kathmandu laufen zu können, neue und schon bekannte Ecken zu entdecken und liebgewonnene Menschen wiederzusehen. In Ruhe in einem süßen Café zu sitzen und die Zeit zu genießen. Während ich mich bei meinem letzten Besuch meist noch eisern an den Zaubersatz „Cook it, peel it, boil it of forget it“ gehalten habe, war ich dieses Mal etwas abenteuerlustig und habe mich auch an frische Salate getraut. Zwar habe ich auch schon beim letzten Mal oft „Nepali Salad“, also geschnittene Gurke, Möhre und Rettich, bestellt, wenn ich nichts anderes auf der Speisekarte gefunden habe, aber auch nur dann, wenn ich sicher sein konnte, dass das Gemüse dafür frisch zubereitet wird und nicht schon stundenlang aufgeschnitten in Kathmandus Smog-Luft lag.

Die Stupa, die einem den Kopf verdreht

Kennt man eine, kennt man alle? Von wegen! Stupas haben allgemein eine besondere Wirkung – als wenn sie jeden schlagartig beruhigen und glücklich machen. Aber die Boudha Stupa hat mir völlig den Kopf verdreht.

Bodnath, Boudha, Boudnath, Bauddhanāth – so viele Namen und Schreibweisen gibt es für diesen einen, einzigartigen Ort.

Die Stupa in Boudha passt in keine Schublade. Einen Katzensprung außerhalb der Innenstadt gelegen, kann es zu den Hauptverkehrszeiten oft bis zu einer Stunde dauern, bis sich das kleine Taxi von Thamel aus bis nach Boudha durchgekämpft hat. Manchmal frage ich mich, ob es nicht schneller wäre, einfach zu laufen. Munter hupen auch hier die Autos um die Wette und die Luft ist genauso voller Staub, wie an fast allen anderen Orten in Nepals Hauptstadt.

Zöliakie trifft auf Kulturschock

Wenn alles schief läuft

Bisher hat es sich so angehört, als wenn es auf meinen Reisen mit dem glutenfreien Essen immer wie am Schnürchen läuft und es nie Probleme gibt? Hier und da konnte ich euch tolle Restaurants und Empfehlungen weitergeben und Supermärkte ans Herz legen, in denen man sich mit glutenfreien Sachen eindecken konnte? Ja, das war bisher auch immer so. Egal, wo ich war, gab es meist von tollen Erlebnissen zu berichten. Auch auf meiner ersten Reise nach Nepal konnte ich vorwiegend positive Erfahrungen sammeln, musste nie hungern, wusste einen riesigen Supermarkt mit glutenfreiem Nachschub in meiner Nähe und eine Gastfamilie, die sich mit meiner Autoimmunkrankheit auskannte und für mich kochte. Aber dann wurde es meinem Schicksal zu langweilig – es konnte ja nicht ewig wie im Bilderbuche weiterlaufen. „Da müssen ein paar Special Effects eingebaut werden“ dachte es sich. Zack, da ging es für mich an die indische Grenze im Süden Nepals.

Wer die Wahl hat hat die Qual: Die Strände auf Sint Maarten / Saint Martin

Zugegeben, es ist ein reines Luxusproblem, wenn man beginnt, über die Schönheit der einzelnen Strände zu philisophieren – aber selbst im Paradies sind manche Ecken halt schöner als andere. Meist ist man nicht so lange auf der Insel, dass man entspannt jeden Tag einen neuen Strand erkunden kann: So verrate ich euch meine liebsten Plätze auf der Insel. Vielleicht ist ja auch euer Traumstrand dabei?

Glutenfreie Packliste

9 Dinge, die bei Zöliakie auf deiner Packliste stehen sollten

Bald geht es wieder los – das große Koffer- bzw. Rucksackpacken steht für die nächsten Reisen an! Und wenn man schon als „normaler“ Mensch oft nicht weiß, was man alles einpacken soll, dann kommt die richtige Herausforderung erst, wenn man sich auf Reisen noch speziell ernähren muss. Neben der ständigen Frage, was man an Klamotten und anderen (vermeintlich) nützlichen Dingen einpacken soll, kommt bei Leuten, die auch nicht alles essen dürfen noch einiges an Fragen dazu. Früher habe ich schon immer vorbildlich und voller Aufregung und Vorfreude meinen Koffer mehrere Wochen vor der Abreise fast fertig gepackt – mit der Zeit hat es sich eher immer mehr zu einem chaotischen Last-Minute Packen entwickelt, wobei alle Sachen, die einem noch einfallen, in den Koffer fliegen und der Koffer auch erst dann geschlossen wird, wenn man vor 10 Minuten schon auf dem Weg zum Flughafen sein wollte. Die folgenden Dinge habe ich meist zu meinem „normalen“ Gepäck im Koffer oder Rucksack.

Low Budget im Luxusparadies

Die besten Dinge im Leben sind immer doch die, die man nicht kaufen kann!

Ganz ehrlich? Wenn ich an St. Maarten denke, denke ich im ersten Moment an alles andere, als an einen typischen Low Budget-Urlaub, in dem man mit möglichst wenig Geld eine Menge erleben kann. Das Essen ist nicht gerade günstig und die Supermarktpreise toppen unsere europäischen um einiges. In Philippsburg gibt sich ein Juwelier dem nächsten die Klinke in die Hand und die Megayachten liegen im Hafen und strahlen im glitzernden Wasser um die Wette.

Aber auch für denjenigen, der nicht sein komplettes Budget an einem Tag auf den Kopf hauen möchte, hat die Insel genug zu bieten.

Glutenfrei auf der Papirøen

Kopenhagen Street Food

Food Markets sprießen in den letzten Jahren gefühlt wie Pilze aus dem Boden – auf alten Zechengeländen, abgelegenen In-Vierteln. Wenn sie hier meist nur temporär zu bestimmten Terminen gastieren, hat sich der Food Market auf der Papierinsel in Kopenhagen zu einer dauerhaften Institution entwickelt. Papirøen – an der Aussprache scheitert es schon. Also bleiben wir doch einfach bei Paper Island oder eben Papierinsel.

Generell verschlagen einem die Preise auf diesen hippen Foodmärkten mit seinen bunten und ausgefallenen Fahrzeugen oft die Sprache. Anders ist das auf der Papierinsel nicht – wir sind in Kopenhagen!

Kathmandu, meine Hass-Liebe

Wenn ich früher an Nepal gedacht habe, kamen mir kitschige Bilder des von der Sonne angestrahlten Mt. Everest in den Sinn. Atemberaubende Landschaften, unberührte Natur, Frauen in Saris und einer Tikka auf der Stirn, saftige Reisfelder, Gebetsfahnen, die im Wind wehen, Buttertee und genügsame Yaks, die sich durch die Berge schleppen, verrückte Sadhus mit fettigen Dreadlocks, Stupas und wachsame Augen, die einen still von den Stupas aus beobachten. Und Armut. All das war „mein“ Nepal, das ich mir in meinen (Tag)-Träumen zusammengesponnen habe. In meinen Gedanken war ich vorher schon oft da und bin durch die chaotischen Straßen Kathmandus gelaufen.

Glutenfrei auf… St. Maarten!

(Glutenfrei) Unterwegs in der Karibik

Saint Martin oder doch St. Maarten? Eine Insel, zwei Länder, der einzige Platz auf der Welt, an dem sich die Niederlande und Frankreich eine Landesgrenze teilen und auf dem die ankommenden Flugzeuge so nah über den Strand fliegen, dass man meint, man könne sie am Bauch kitzeln.

In Philippsburgs Frontstreet reiht sich ein Juwelier an den nächsten und wechselt sich hier und da mit einem Souvenirladen ab. Bei den Verkäufern kommt Resignation auf, wenn man ihr Super-Sonderangebot von 70 % off auf den Preis der ausgestellten Schmuckstücke ausschlägt. Ein schmiedeeisernes Tor ist der Eingang in eine kleine süße Seitengasse „Old Street“. Kleine Galerien, in Pastelltönen angestrichene Häuschen, kitschig pink blühende Bougainvillen, eine belgische Chocolaterie, süße Geschäftchen und am Ende das kleine „Au Petit Cafe“ warten hier und zeigen, dass Philippsburg auch noch andere Dinge als Juweliere und angetrunkene amerikanische Kreuzfahrtgäste zu bieten hat.