36 Stunden in Madrid

Meine Lieblingsplätze für einen Kurzbesuch

 

Um ehrlich zu sein, sind 36 Stunden in Spaniens Hauptstadt viel zu kurz – auf der anderen Seite lohnt sich aber jede Minute, die man hier verbringt. Eins steht auch nach so kurzer Zeit hier fest: Ich muss auf jeden Fall noch einmal zurück. Alleine um einige der wundervollen Museen zu besuchen, wozu ich bei diesem Städtetrip gar nicht gekommen bin.

Hier gibt es nicht „die“ Sehenswürdigkeiten, die man gesehen haben muss. Es gibt keinen Eiffelturm. Es gibt kein Colosseum. Und es gibt auch keinen schiefen Turm oder eine Rialtobrücke. Madrid hat dafür andere wundervolle Plätze, die nicht durch ihre Bekanntheit punkten, sondern einfach durch seinen Charme bestechen und das Herz höherschlagen lassen.

Wenn ihr auch nur so wenig Zeit habt, um die Stadt in all ihren kleinen Facetten zu erkunden, habe ich euch meine liebsten To-Do’s zusammengefasst, die man in viel zu kurzer Zeit hier erleben kann.

  1. Ausblick vom Círculo De Bellas Artes

Für mich ist ein Besuch auf der Dachterrasse des Círculo De Bellas Artes der perfekte Ausgangspunkt für einen Besuch in Spaniens Hauptstadt. Hier oben kann man es besonders bei Sonnenschein ewig aushalten –  wäre die Zeit nicht eh schon so kurz gewesen, hätte ich hier wahrscheinlich noch mehr Zeit verbracht. Entspannt mit einem Gläschen Weißwein, kann man bei der tollen Atmosphäre schon einmal die Zeit aus den Augen verlieren. Der Rundumblick über die Dächer Madrids ist einzigartig – prunkvolle Gebäude mit reichlich Stuckverzierung und Sonnenschein ohne Ende!

Der Ausblick vom Círculo De Bellas Artes ist einzigartig.

Eintritt: 4 Euro – Das Ticket wird unten am Eingang gekauft und muss oben vorgezeigt werden, wenn man aus dem Aufzug steigt und auf die Dachterrasse möchte.

  1. Spaziergang durch den Retiro-Park

Vom Círculo De Bellas Artes ist man nach einem kleinen Spaziergang entlang der Calle de Alcalá am beliebten Retiro-Park. Neben ein paar Touristen genießen vor allen Dingen die Madrilenen selbst hier ihre freie Zeit. Springbrunnen plätschern vor sich hin, junge Pärchen, oder solche, die es noch werden wollen, paddeln mit kleinen Bötchen übers Wasser und ältere Herren sitzen in der Sonne auf Parkbänken und fachsimpeln über dies und das.

Inmitten des Parks steht ein kleines Glasschlösschen, der Palacio de Cristal. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Von Nadelbäumen umgeben, versteckt sich der kleine Glaspalast etwas, so dass man ihn nicht direkt vom Hauptweg des Parks sieht. Neben Google Maps weisen aber auch kleine Wegweiser die richtige Richtung!

  1. Durch die Gassen treiben lassen und die Sonne am Templo de Debod verabschieden

Treiben lassen. Das ist es. Das ist es, was Madrid besonders ausmacht. Überall kann man schöne Ecken entdecken, die man in keinem Reiseführer finden wird. Mir haben die Sträßchen um den Plaza Major herum und zwischen dem Mercado de San Miguel und dem Königspalast besonders gut gefallen. Schmiedeeiserne Balkönchen, hier und da mit reichlich Blumenschmuck, urige Geschäfte und unzählige Tapas-Restaurants prägen das Bild hier.

Abends lohnt sich zum Sonnenuntergang ein Besuch am Templo de Debod. Von hier hat man einen wunderbaren Ausblick über die Stadt, wenn sich der Himmel in die verschiedensten Töne von Rosa bis Orange und Knatschblau verfärbt.

  1. Den Königspalast bestaunen

Der Ausblick vom Jardines de Sabatini auf den Palast ist besonders schön!

Wer in Madrid ist, muss den Königspalast zumindest einmal gesehen haben. Im Sonnenschein kann man hier ganz nett kurz verweilen und dem Treiben und den vorbeiziehenden Touristengruppen beim Selfies-machen zusehen. Von den Jardines de Sabatini aus hat man einen tollen Blick auf den Palast.

  1. Churros mit dickflüssiger Schokosoße essen

Ohne einmal Churros mit dickflüssiger Schokosoße zum Frühstück gegessen zu haben, ist man wahrscheinlich genauso wenig in Madrid gewesen, als wenn man nicht zumindest eine kleine Runde durch den Retiro-Park spaziert wäre. Im Maestro Churrero bekommt man sogar eine glutenfreie Variante! Mehr dazu könnt ihr in meinem „Glutenfrei durch… Madrid“-Artikel lesen.

  1. Durch Markthallen schlendern und Tapasbars ziehen

Madrid lebt von seinen kleinen Tapasbars und Markthallen, wo es an den kleinen Marktständen natürlich auch überall verschiedene Häppchen zu essen gibt. Nicht erschrecken: Die Preise können besonders auf dem Mercado de San Miguel ganz schön happig sein!

  1. Die unzähligen Treppenstufen der Metro nicht unterschätzen

Auch, wenn man das Zentrum Madrids auch super zu Fuß erkunden kann, habe ich mich viel mit der U-Bahn hin- und herbewegt – so konnte wenigstens noch ein bisschen Zeit rausgeholt werden. Das Netz ist wahnsinnig gut ausgebaut, so dass man alle Highlights ohne Probleme auch mit der Metro erreichen kann. Wieder zu Hause nach dem Kurztrip, konnte ich die ersten Tage meine Beine kaum bewegen: Der Muskelkater meines Lebens!

Schon am Flughafen könnt ihr euch für die Dauer eures Aufenthaltes ein Ticket kaufen, das ihr dann nur noch an die Sensoren der Schranken halten müsst. Aber beachtet für euren Rückflug, dass die Metros morgens erst recht „spät“ um sieben Uhr den Betrieb aufnehmen – für unseren Rückflug war das viel zu spät, so dass zusätzlich noch ein Taxi bestellt werden musste. Da hätte auch das 2-Tagesticket ausgereicht.

  1. Museen besuchen

Und ja, dann wären da noch die wundervollen Museen. So unglaublich habe ich mich darauf gefreut, Picassos Guernica in echt sehen zu dürfen. Montags sollte es dann abends nach dem ersten halben Tag noch ins Museo Reina Sofía gehen – ich weiß nicht warum, aber ich hatte die ganze Zeit im Kopf, dass das Museum abends bis 22 Uhr geöffnet hat. Hat es aber nicht. Pünktlich um 21.00 Uhr waren wir da – und drei Mal dürft ihr raten, wann es schließt! Genau, um 21.00 Uhr! So wurde es bei diesem Mal nichts mit Guernica und mir. Aber dafür komme ich wieder! Das steht fest.

Habt ihr noch tolle Tipps, was man in Madrid nicht verpassen sollte? Schreibt mir gerne in den Kommentaren davon!

Vor meinem kurzen Besuch hat mich der Artikel von der lieben Caroline von „Shave the Whales“ besonders inspiriert. Ich kann verstehen, warum ihr Madrid so ans Herz gewachsen ist! Schaut mal vorbei, wenn ihr noch nach tollen Orten in Spaniens Hauptstadt sucht!

 

Eure Anna ♥

 

 


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Anna

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