Allgemein

Der perfekte Ausgangspunkt für einen gluten- und laktosefreien Urlaub im Unterengadin

Wir haben noch mitten in der Nacht. Obwohl ich todmüde bin, blinzle ich immer mal wieder durch meine verschlafenen Augenlider, um zu sehen, ob die Sonne schon aufgeht. Aber außer weißen Wolken sehe ich nicht viel draußen. So kuschle ich mich noch einmal ein – eigentlich möchte ich auch gar nicht aufstehen, so bequem ist das Bett.

Gestern Abend bin ich erst spät angekommen und habe gar nicht richtig sehen können, in welch einer spektakulären Kulisse das Hotel Bellaval liegt. Hinter den satten grünen Wiesen und Wäldern blitzen die schneebedeckten Gipfel der Schweizer Alpen hervor. Direkt hinter dem Hotel ist die Seilbahnstation, so dass man bequem in wenigen Minuten in Motta Naluns ist. Fußläufig ist auch der Bahnhof zu erreichen – besser könnte die Lage wohl kaum sein.

Ein Wochenende in der glutenfreien Ferienregion Scuol – Samnaun – Val Müstair

Ich sitze in der Bahn von München aus und bin ganz schön abenteuerlustig – ohne meinen glutenfreien Lebensmittelvorrat, den ich sonst immer im Gepäck habe, geht es nach Scuol ins wunderschöne Engadin. Ok, ich habe eine Packung Kekse dabei, aber auch nur, weil ich auf der Fahrt immer etwas zum Naschen brauche. Weder das obligatorische Brot, was sonst immer mitkommt, noch Kräcker, Nudeln oder Nüsse sind dieses Mal im Koffer. Und was mich noch mehr dabei verwirrt, ist, dass ich noch nicht einmal ein mulmiges Gefühl habe. Seelenruhig sitze ich hier und lasse die wunderschöne Landschaft an mir vorbeiziehen, bis irgendwann die Sonne hinter den Bergen verschwindet. Ich denke noch nicht einmal daran, dass irgendetwas mit dem Essen in den kommenden Tagen schiefgehen könnte. Mit solch einem beruhigten Gefühl bin ich wirklich noch nie verreist!

Es geht in die gluten- und laktosefreie Ferienregion Scuol – Samnaun – Val Müstair im Unterengadin in der Schweiz.

Glutenfrei durch…Bologna

Willkommen im glutenfreien Paradies!

Früher musste ich immer an Spaghetti Bolognese denken, wenn ich Bologna gehört habe. Traurig habe ich aber festgestellt, dass es die eigentlich gar nicht gibt. Traditionell werden hier Tagliatelle mit Ragu, einer Hackfleischsoße, gegessen. Auch wenn es enttäuschend ist, ist und bleibt Spaghetti Bolognese wohl nur eine Erfindung von Miracoli.

Bologna hat mehre Spitznamen. „La dotta“: Die Gelehrte – eine der ältesten Universitäten Europas und möglicherweise der Welt ist hier beheimatet. „La rossa“: Die Rote – das erfährt man spätestens, wenn man einen Blick auf die Stadt wirft. Unendlich scheint das Meer aus roten Ziegeln und Dachpfannen der Häuser zu sein, wenn man von San Luca aus in das Tal schaut. Und dann noch „la grassa“: Die Fette. Vielleicht ist der Name nicht gerade schmeichelhaft, aber er beschreibt die Stadt so gut, wie es kein anderer könnte.

Sichert euch eure Freitickets für die Allergy + Free From Show 2017 in Berlin

Am 17.-18. Juni 2017 ist es wieder soweit! Berlin verwandelt sich für zwei Tage in das absolute Paradies für Zöliakiebetroffene und Allergiker: Die Allergy + Free From Show ist zu Gast in der Hauptstadt und ihr könnt euch hier eure Freitickets sichern!

Das dritte Jahr in Folge werden an den zwei Tagen die neuesten und beliebsten Produkte der verscheidensten Aussteller von Schär über Genius und Coppenrath bis hin zu Huttwiler präsentiert: Da geht jedem Menschen mit Zöliakie das Herz auf! Aber auch auf andere Autoimmunkrankheiten, Unverträglichkeiten und Allergien wird Rücksicht genommen.

Meine liebsten glutenfreien Ecken in der Heimat

Bisher habe ich immer nur über meine Erlebnisse berichtet, die ich mit dem glutenfreien Essen in der weiten Welt gesammelt habe. Aber auch in der Heimat gibt es so viele leckere und glutenfreie Ecken. So muss man manchmal gar nicht so weit reisen, um neue glutenfreie Restaurants und Cafés zu entdecken.

Heute stelle ich euch meine liebsten glutenfreien Plätze in Recklinghausen vor. Mitten im Ruhrgebiet gelegen ist das Städtchen gar nicht so langweilig, wie man meinen mag. Besonders die kleine Altstadt hat mein Herz erobert. Kleine Boutiquen mit süß dekorierten Schaufenstern in Fachwerkhäusern wechseln sich mit gemütlichen Cafés und Restaurants ab. Auch im Rest der Stadt lohnt es sich mal, seinen Blick von den Schaufenstern zu lösen und die teilweile wunderschön restaurierten Giebel zu bewundern. Nein, das Ruhrgebiet ist gar nicht so hässlich, wie man vielleicht denken mag.

Glutenfreie Lieblingsreiseziele

So oft werde ich danach gefragt, welches mein liebstes glutenfreies Reiseziel ist. Natürlich denke ich gerne an Skandinavien, die Schweiz oder die Niederlande, aber immer noch denke ich träume ich von meiner Zeit vor sieben Jahren in Mexiko. Während zu Hause die Tortillas meist zu einem großen Teil aus Weizenmehl bestehen, konnte ich mich dort morgens in den Tortillerias mit einem Berg an Mais-Tortillas eindecken. Noch warm in Papier eingepackt, war es immer ein kleines Fest, das Päckchen zu öffnen und innerhalb kürzester Zeit alles aufzufuttern. Auf den Märkten habe ich mich in die kleinen Maistaschen verliebt, die mit einer schwarzen Bohnenpaste gefüllt waren. Oder Nachos. Oder Reis mit Bohnensoße. Es müssen nicht immer die glutenfreien Ersatzprodukte sein, die einem in Erinnerung bleiben, sondern oft verzaubert einen schon die Landesküche, die von Natur aus glutenfrei ist. Damals war meine Laktoseintoleranz noch stärker und ich erinnere mich heute noch daran, dass man auch in den kleinsten Cafés laktosefreie Milch für seinen Kaffee bekam – mein kleines persönliches Paradies.

Glutenfrei durch… Kahtmandu

Nach einem halben Jahr voller Nepal-Fernweh ging es endlich zurück. So sehnsüchtig habe ich darauf gewartet, endlich wieder durch Kathmandu laufen zu können, neue und schon bekannte Ecken zu entdecken und liebgewonnene Menschen wiederzusehen. In Ruhe in einem süßen Café zu sitzen und die Zeit zu genießen. Während ich mich bei meinem letzten Besuch meist noch eisern an den Zaubersatz „Cook it, peel it, boil it of forget it“ gehalten habe, war ich dieses Mal etwas abenteuerlustig und habe mich auch an frische Salate getraut. Zwar habe ich auch schon beim letzten Mal oft „Nepali Salad“, also geschnittene Gurke, Möhre und Rettich, bestellt, wenn ich nichts anderes auf der Speisekarte gefunden habe, aber auch nur dann, wenn ich sicher sein konnte, dass das Gemüse dafür frisch zubereitet wird und nicht schon stundenlang aufgeschnitten in Kathmandus Smog-Luft lag.

Die Stupa, die einem den Kopf verdreht

Kennt man eine, kennt man alle? Von wegen! Stupas haben allgemein eine besondere Wirkung – als wenn sie jeden schlagartig beruhigen und glücklich machen. Aber die Boudha Stupa hat mir völlig den Kopf verdreht.

Bodnath, Boudha, Boudnath, Bauddhanāth – so viele Namen und Schreibweisen gibt es für diesen einen, einzigartigen Ort.

Die Stupa in Boudha passt in keine Schublade. Einen Katzensprung außerhalb der Innenstadt gelegen, kann es zu den Hauptverkehrszeiten oft bis zu einer Stunde dauern, bis sich das kleine Taxi von Thamel aus bis nach Boudha durchgekämpft hat. Manchmal frage ich mich, ob es nicht schneller wäre, einfach zu laufen. Munter hupen auch hier die Autos um die Wette und die Luft ist genauso voller Staub, wie an fast allen anderen Orten in Nepals Hauptstadt.

Zöliakie trifft auf Kulturschock

Wenn alles schief läuft

Bisher hat es sich so angehört, als wenn es auf meinen Reisen mit dem glutenfreien Essen immer wie am Schnürchen läuft und es nie Probleme gibt? Hier und da konnte ich euch tolle Restaurants und Empfehlungen weitergeben und Supermärkte ans Herz legen, in denen man sich mit glutenfreien Sachen eindecken konnte? Ja, das war bisher auch immer so. Egal, wo ich war, gab es meist von tollen Erlebnissen zu berichten. Auch auf meiner ersten Reise nach Nepal konnte ich vorwiegend positive Erfahrungen sammeln, musste nie hungern, wusste einen riesigen Supermarkt mit glutenfreiem Nachschub in meiner Nähe und eine Gastfamilie, die sich mit meiner Autoimmunkrankheit auskannte und für mich kochte. Aber dann wurde es meinem Schicksal zu langweilig – es konnte ja nicht ewig wie im Bilderbuche weiterlaufen. „Da müssen ein paar Special Effects eingebaut werden“ dachte es sich. Zack, da ging es für mich an die indische Grenze im Süden Nepals.

Wer die Wahl hat hat die Qual: Die Strände auf Sint Maarten / Saint Martin

Zugegeben, es ist ein reines Luxusproblem, wenn man beginnt, über die Schönheit der einzelnen Strände zu philisophieren – aber selbst im Paradies sind manche Ecken halt schöner als andere. Meist ist man nicht so lange auf der Insel, dass man entspannt jeden Tag einen neuen Strand erkunden kann: So verrate ich euch meine liebsten Plätze auf der Insel. Vielleicht ist ja auch euer Traumstrand dabei?