Glutenfrei durch…

Glutenfrei durch… Kopenhagen

Willkommen im glutenfreien Schlemmerland!

Meine vorherige Recherche hat mich schon so in Vorfreude versetzt, so dass ich nur einen klitzekleinen Vorrat eingepackt habe – das Meiste davon wurde schon auf der Bahnfahrt zum Flughafen und dem Flug aufgefuttert. Durch die Erfahrungsberichte, die online zu finden waren, habe ich mir Kopenhagen als kleines Paradies für Menschen mit Zöliakie vorgestellt.

Glutenfrei auf Reisen

Wie verhalte ich mich unterwegs?

 

Es ist eigentlich wie immer im Leben. Mit einer guten Vorbereitung hat man die Aussicht, dass alles problemlos verläuft – ohne Vorbereitung kann es auch schon mal abenteuerlich werden. Aber irgendwie kommt man doch immer durch!

In meinen Tipps für eine glutenfreie Reisevorbereitung habe ich schon in kleinen Schritten beschrieben, wie ich mich vorbereite, wenn es mich mal wieder in die Welt hinaus zieht. Sei es für einen Kurztrip oder eine längere Reise. Mit diesem Hintergrundwissen kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Aber wie verhält man sich dann unterwegs? Wie reagiert man, wenn man nicht ganz sicher ist?

Ein glutenfreier Kurztrip nach Portugal

 

Wie ich in meinen Tipps für eine glutenfreie Reiseplanung beschrieben habe, suche ich immer schon vor einer Reise nach Restaurants oder Bäckereien, die ein spezielles glutenfreies Angebot auf ihrer Speisekarte haben, das ich probieren kann. In Porto ist dieser Plan vorher nicht so ganz aufgegangen. Entweder habe ich nicht genügend gesucht, oder es gibt einfach kein spezielles glutenfreies Restaurant, das man mit seiner Zöliakie besucht haben sollte. Im Kopf schwirrte mir nur herum, dass McDonalds auch in Portugal glutenfreie Burger im Angebot hat. Mit genügend Vorrat, für den Fall, dass ich nichts Glutenfreies  finden sollte, ging es also los.

Meine Tipps für die Reisevorbereitung

Zugegeben, wir haben nicht gerade den Hauptgewinn mit unserer Autoimmunerkrankung bekommen. Wenn man Zöliakie nicht von Geburt an hat (so wie es bei mir der Fall ist), ist es erst einmal ein ganz schön großer Akt, sich alleine schon zu Hause an seine Diät zu gewöhnen. Tschüss geliebter Döner, tschüss du frisch gebackenes Brötchen vom Bäcker, das man wunderbar mit dem Finger aushöhlen kann. Tschüss Sojasauce auf dem Sushi, tschüss Pizza. Tschüss du kühles, frisch gezapftes Bier.

Ein Kurztrip nach Zadar

Nur zwei Flugstunden entfernt liegt das kleine, entzückende Städtchen Zadar im Norden Dalmatiens an der Adria. Schon im Anflug kann man die kleinen Inselchen, die im glitzernden Wasser des Archipels vor der Küste liegen, bestaunen. Sonnenstrahlen kitzeln durch das kleine Flugzeugfenster an der Nase und verraten noch gar nicht, wie frisch es im April noch sein kann.

Generell können wir uns mit unserer Zöliakie in Kroatien ganz gut aufgehoben fühlen – große Super- und Drogeriemärkte wie der kroatische Konzum, DM und Spar haben ein gutes Angebot an gluten- und auch laktosefreien Sachen. Spezielle glutenfreie Restaurants oder Bäckereien habe ich leider in Zadar nicht entdeckt – vielleicht haben sie sich aber auch nur geschickt vor mir versteckt.

Ein glutenfreier Kurztrip durch die lettische Hauptstadt

Für einen Städtetrip ist Riga wirklich die perfekte Stadt. Nicht zu groß, nicht zu klein. Mit bequemen Schuhen kann man alles super zu Fuß zu erreichen – wie gut, dass man immer erst abends im Bett merkt, wie viel man wirklich gelaufen ist, wenn die Waden immer mehr anfangen zu ziehen und die Beine schwerer und schwerer werden.

Im Gegensatz zu all den touristischen Sehenswürdigkeiten wie den entzückend renovierten Jugendstilhäuschen, Gildehäusern und dem bekannten Schwarzhäupterhaus, sind die glutenfreien Highlights eher rar gesät. Lettland hat an sich eher eine sehr bodenständige Küche – schön herzhafte Hausmannskost, tolle süße und herzhafte Backwaren – natürlich glutenhaltig.

Von Kaka & Fika, Köttbullar und Burgern

Wenn ich an meine glutenfreien Erlebnisse in Göteborg denke, fange ich an zu schwärmen und möchte auf der Stelle zurück.

Es soll sie ja geben, diese glutenfreien Paradiese – Verkäufer und Servicekräfte in nahezu jedem Restaurant oder Café, die ohne zu stutzen sofort sagen können, was man alles mit seiner Zöliakie essen kann. Keine kritischen Blicke, was man nun wieder für Extrawünsche hat. Man kommt sich nicht vor wie ein Außerirdischer, der ein unlösbares Problem mit sich bringt und den man irgendwie abwimmeln muss. Man fühlt sich gut aufgehoben und hat endlich einmal das Gefühl, verstanden zu werden.

Wie sollte es auch anders sein: Mit unserer Zöliakie haben wir es auch in Thailand nicht so leicht, aber mit ein wenig Vorsicht können wir es uns hier auch essensmäßig ganz gut gehen lassen. Sicher ist auf jeden Fall, dass der normale Urlaub ganz schnell zu einer Entdeckungsreise und einem kleinen Abenteuer werden kann.

Nach 10 Jahren ging es endlich wieder nach Istanbul. Ich mag die Stadt – wie so viele Städte, die nach dem ersten Besuch direkt einen Platz in meinem Herzen gefunden haben. Im Gegensatz zu damals war bei diesem Besuch etwas anders – nun musste ich mich auf die Suche nach glutenfreiem Essen machen. Gar nicht so einfach in einer Stadt, in der einen überall, in jedem Schaufenster die ganzen wunderschön aussehenden Backwaren, Döner und türkischen Pizzen anstrahlen. Baklava mit Pistazie oder Mandel oder Walnuss oder oder oder…