Meer

Mittsommer in Kopenhagen, Dänemark

Von Stoffhexen auf Scheiterhaufen, Lagerfeuern und großartigen Erinnerungen

Die Sonne blinzelt durch die Wolken, fast türkis strahlt an einigen Stellen der Himmel durch die Wolkendecke. Riesige Fährschiffe sehen so aus, als wenn sie ruhig unter mir im Wasser liegen. Die weißen Streifen hinter ihnen verraten, dass sie doch mit ganz schön viel Dampf unterwegs sein müssen. Das Meer scheint wie ein Motivteppich mit den gleichmäßigen Wellen. Ich bin im Landeanflug auf Kopenhagen und kann meinen Blick gar nicht vom Fenster lösen. Das Flugzeug macht eine Schleife und da taucht auch die Öresund-Brücke in der Ferne auf. Wie eine dünne Schnur zieht sie sich durch das Meer. Die Ärmchen der vorgelagerten Schäreninseln ragen ins Wasser. Wenige Minuten später setzt das Flugzeug schon auf – Willkommen in Kopenhagen!

Und dann war da noch die Bimmelbahn…

Mit der nostalgischen Linie 1 bis an den Strand von Foz do Douro

 

Bei einem Städtetrip denkt man selten an den Strand – hängt wahrscheinlich schon mit dem Namen zusammen. Aber in Porto ist das anders – die süße Stadt kann nämlich beides. Stadt und Strand.

Ich sitze vor einer Kathedrale (nicht so selten in Porto) und warte, dass sich die hölzerne Bahn krächzend um die Kurve schiebt. Mit einem Waggon ist sie recht überschaulich – und damit auch ihre Plätze. Die kleine Traube an Menschen wird nervös, als sich etwas auf den Schienen tut. Die kleine sandfarbene Bahn kommt den kleinen Hügel empor und spuckt zunächst die Fahrgäste aus, die sie mitgebracht hat. Der Fahrer steigt aus und an der anderen Seite wieder ein, damit wieder es in entgegengesetzter Richtung weiter gehen kann. Dass sich die Leute gegenseitig nicht weg schubsen, wundert mich dann doch irgendwann, so wuselig wird es, wenn es heißt „alle einsteigen“. Beim Fahrer wird gezahlt und wer Glück hat, bekommt noch einen Sitzplatz am Fenster in Flussrichtung.