Europa

Meine liebsten glutenfreien Ecken in der Heimat

Bisher habe ich immer nur über meine Erlebnisse berichtet, die ich mit dem glutenfreien Essen in der weiten Welt gesammelt habe. Aber auch in der Heimat gibt es so viele leckere und glutenfreie Ecken. So muss man manchmal gar nicht so weit reisen, um neue glutenfreie Restaurants und Cafés zu entdecken.

Heute stelle ich euch meine liebsten glutenfreien Plätze in Recklinghausen vor. Mitten im Ruhrgebiet gelegen ist das Städtchen gar nicht so langweilig, wie man meinen mag. Besonders die kleine Altstadt hat mein Herz erobert. Kleine Boutiquen mit süß dekorierten Schaufenstern in Fachwerkhäusern wechseln sich mit gemütlichen Cafés und Restaurants ab. Auch im Rest der Stadt lohnt es sich mal, seinen Blick von den Schaufenstern zu lösen und die teilweile wunderschön restaurierten Giebel zu bewundern. Nein, das Ruhrgebiet ist gar nicht so hässlich, wie man vielleicht denken mag.

Glutenfrei auf der Papirøen

Kopenhagen Street Food

Food Markets sprießen in den letzten Jahren gefühlt wie Pilze aus dem Boden – auf alten Zechengeländen, abgelegenen In-Vierteln. Wenn sie hier meist nur temporär zu bestimmten Terminen gastieren, hat sich der Food Market auf der Papierinsel in Kopenhagen zu einer dauerhaften Institution entwickelt. Papirøen – an der Aussprache scheitert es schon. Also bleiben wir doch einfach bei Paper Island oder eben Papierinsel.

Generell verschlagen einem die Preise auf diesen hippen Foodmärkten mit seinen bunten und ausgefallenen Fahrzeugen oft die Sprache. Anders ist das auf der Papierinsel nicht – wir sind in Kopenhagen!

Glutenfrei durch… Kopenhagen

Willkommen im glutenfreien Schlemmerland!

Meine vorherige Recherche hat mich schon so in Vorfreude versetzt, so dass ich nur einen klitzekleinen Vorrat eingepackt habe – das Meiste davon wurde schon auf der Bahnfahrt zum Flughafen und dem Flug aufgefuttert. Durch die Erfahrungsberichte, die online zu finden waren, habe ich mir Kopenhagen als kleines Paradies für Menschen mit Zöliakie vorgestellt.

Ein glutenfreier Kurztrip nach Portugal

 

Wie ich in meinen Tipps für eine glutenfreie Reiseplanung beschrieben habe, suche ich immer schon vor einer Reise nach Restaurants oder Bäckereien, die ein spezielles glutenfreies Angebot auf ihrer Speisekarte haben, das ich probieren kann. In Porto ist dieser Plan vorher nicht so ganz aufgegangen. Entweder habe ich nicht genügend gesucht, oder es gibt einfach kein spezielles glutenfreies Restaurant, das man mit seiner Zöliakie besucht haben sollte. Im Kopf schwirrte mir nur herum, dass McDonalds auch in Portugal glutenfreie Burger im Angebot hat. Mit genügend Vorrat, für den Fall, dass ich nichts Glutenfreies  finden sollte, ging es also los.

Ein Kurztrip nach Zadar

Nur zwei Flugstunden entfernt liegt das kleine, entzückende Städtchen Zadar im Norden Dalmatiens an der Adria. Schon im Anflug kann man die kleinen Inselchen, die im glitzernden Wasser des Archipels vor der Küste liegen, bestaunen. Sonnenstrahlen kitzeln durch das kleine Flugzeugfenster an der Nase und verraten noch gar nicht, wie frisch es im April noch sein kann.

Generell können wir uns mit unserer Zöliakie in Kroatien ganz gut aufgehoben fühlen – große Super- und Drogeriemärkte wie der kroatische Konzum, DM und Spar haben ein gutes Angebot an gluten- und auch laktosefreien Sachen. Spezielle glutenfreie Restaurants oder Bäckereien habe ich leider in Zadar nicht entdeckt – vielleicht haben sie sich aber auch nur geschickt vor mir versteckt.

Ein glutenfreier Kurztrip durch die lettische Hauptstadt

Für einen Städtetrip ist Riga wirklich die perfekte Stadt. Nicht zu groß, nicht zu klein. Mit bequemen Schuhen kann man alles super zu Fuß zu erreichen – wie gut, dass man immer erst abends im Bett merkt, wie viel man wirklich gelaufen ist, wenn die Waden immer mehr anfangen zu ziehen und die Beine schwerer und schwerer werden.

Im Gegensatz zu all den touristischen Sehenswürdigkeiten wie den entzückend renovierten Jugendstilhäuschen, Gildehäusern und dem bekannten Schwarzhäupterhaus, sind die glutenfreien Highlights eher rar gesät. Lettland hat an sich eher eine sehr bodenständige Küche – schön herzhafte Hausmannskost, tolle süße und herzhafte Backwaren – natürlich glutenhaltig.

Von Kaka & Fika, Köttbullar und Burgern

Wenn ich an meine glutenfreien Erlebnisse in Göteborg denke, fange ich an zu schwärmen und möchte auf der Stelle zurück.

Es soll sie ja geben, diese glutenfreien Paradiese – Verkäufer und Servicekräfte in nahezu jedem Restaurant oder Café, die ohne zu stutzen sofort sagen können, was man alles mit seiner Zöliakie essen kann. Keine kritischen Blicke, was man nun wieder für Extrawünsche hat. Man kommt sich nicht vor wie ein Außerirdischer, der ein unlösbares Problem mit sich bringt und den man irgendwie abwimmeln muss. Man fühlt sich gut aufgehoben und hat endlich einmal das Gefühl, verstanden zu werden.

Nach 10 Jahren ging es endlich wieder nach Istanbul. Ich mag die Stadt – wie so viele Städte, die nach dem ersten Besuch direkt einen Platz in meinem Herzen gefunden haben. Im Gegensatz zu damals war bei diesem Besuch etwas anders – nun musste ich mich auf die Suche nach glutenfreiem Essen machen. Gar nicht so einfach in einer Stadt, in der einen überall, in jedem Schaufenster die ganzen wunderschön aussehenden Backwaren, Döner und türkischen Pizzen anstrahlen. Baklava mit Pistazie oder Mandel oder Walnuss oder oder oder…