Meine Erfahrungen & Tipps

Wer durch Peru reist, wird immer wieder überrascht: Von der unerwarteten Herzlichkeit der Menschen, den atemberaubenden Landschaften, der vielfältigen Kultur und den bunten Märkten, die mit dem allerleckersten Obst und Gemüse auf einen warten. Und natürlich vom Essen, das in den meisten Fällen eher an Fine Dining als an einen einfachen Restaurantbesuch erinnert. Für mich ist es dieses Komplettpaket, was Peru ausmacht und mir von jetzt auf gleich den Kopf verdreht hat!

Der Ausblick auf eine weite Landschaft in Peru von dem hintern Waggon einer Bahn.

Vor meiner Reise haben mich jedoch nicht nur eine unglaubliche Vorfreude, sondern gleichzeitig eine gewisse Unsicherheit begleitet. Wie wird das mit meiner Zöliakie? Werde ich genug Essen finden? Gibt es glutenfreie Gerichte und so etwas wie eine Allergenkennzeichnung? Wie sieht es mit dem glutenfreien Angebot in Supermärkten aus? Wie viele Vorräte muss ich wohl mitnehmen? Wie funktioniert es mit der Verständigung, wenn ich kein Spanisch spreche? Fragen über Fragen!

In diesem Beitrag gebe ich euch meine Erfahrungen weiter, die ich in drei Wochen Peru gesammelt habe und versuche all die Fragen zu beantworten, die sich wahrscheinlich jeder Mensch mit Zöliakie vor einer Reise nach Peru stellt.  

Glutenfrei in Peru: Möglich – aber mit Vorbereitung!

Das Gute vorweg: Viele Grundzutaten, die in der peruanischen Küche verwendet werden, sind von Natur aus glutenfrei. Schließlich stammen viele glutenfreie Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln oder Quinoa ursprünglich aus den Anden. Klar, dass sie die Basis vieler lokaler Gerichte bilden. Auch Mais spielt eine große Rolle in der peruanischen Küche – in Getränken, als Beilage, frittiert als cancha, gekocht oder in Suppen und Eintöpfen. Auch wenn das verlockend klingen mag, sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass „glutenfrei“ nicht automatisch „geeignet für Menschen mit Zöliakie“ bedeutet. Auch in Peru nicht.

Verständnis für Zöliakie?

In meinen Augen kann man gar nicht pauschal sagen, dass man sich in Peru gut oder schlecht mit glutenfreier Ernähung und Zöliakie auskennt. Wie so oft kommt es auch hier darauf an, wo man vor Ort is(s)t. Dementsprechend möchte ich vorwegnehmen, dass ich meist in touristischen Gegenden und den entsprechenden Restaurants gegessen habe. Hier habe die Erfahrung gemacht, dass „glutenfrei“ bzw. sin gluten vielen Menschen ein Begriff war. In manchen Restaurants wurde ich direkt bei der Begrüßung gefragt, ob ich Allergien habe, in anderen musste ich aktiv auf die Servicekräfte zugehen und meine Lage schildern. Dennoch fand ich es sehr angenehm, dass ein Großteil der Menschen sehr positiv und hilfsbereit reagiert hat, wenn das Thema „glutenfrei“ im Raum stand.

Allgemein hatte ich den Eindruck, dass „glutenfrei“ ein Begriff ist und ein Grundverständnis für das Thema besteht. Aber: „Glutenfrei“ bedeutet ja noch lange nicht, dass ein Gericht für Menschen mit Zöliakie geeignet ist. Genauso wie bei uns in der Gastronomie wird dieses Puzzlestück auch in Peru manchmal übersehen oder einfach nicht mitgedacht. Das sollte man als betroffene Person immer im Hinterkopf behalten: Glutenfrei ≠ glutenfrei.

Auch wenn ich selbst in den meisten Fällen durchweg positive Erfahrungen gesammelt habe und in drei Wochen keinen Glutenunfall hatte, gibt es aber offenbar auch die andere Seite: Eine peruanische Followerin hat mir erzählt, dass sie selbst leider öfter weniger gute Erfahrungen mit der glutenfreien Ernährung vor Ort gemacht hat, leider manchmal nicht ernst genommen wurde oder Servicekräfte genervt reagiert haben, wenn sie viele Nachfragen gestellt hat.

Ein gedeckter Tisch mit einem bunten Blumenstrauß in der Mitte.

Meine Learnings

Ich muss zugeben, dass ich mich vorab schon intensiv mit der Landesküche auseinandergesetzt habe, um grob einschätzen zu können, wie entsprechende Gerichte zubereitet werden und was ihre Hauptzutaten sind. So konnte ich vor Ort meine Fragen gezielter stellen. Die Herausforderung liegt nämlich oft darin, genau zu hinterfragen und rauszufinden, wie die Sachen zubereitet, welche Zutaten genutzt werden und wie es dabei mit einer möglichen Kreuzkontamination aussieht.

Dazu waren eine möglichst klare und detaillierte Formulierung + genügend Geduld für mich so etwas wie ein Gamechanger. Nehmen wir einfach mal eine Ceviche-Bestellung als Beispiel: Hierbei habe ich immer ganz klar formuliert, dass ich Zöliakie habe, kein Gluten (auch keine Spuren/Krümel) essen darf und ich deswegen nur den marinierten Fisch mit Limettensaft, Salz, Chili und Koriander essen möchte und keine Beilagen wie frittierte Sachen auf meinem Teller liegen sollen bzw. dürfen. Explizit habe ich auch die frittierten Maiskörner „Cancha“ abbestellt, weil ich mir nie sicher war, ob diese „sicher“ zubereitet werden. Den Tipp, dass diese auch in kontaminiertem Öl frittiert werden können, habe ich auch aus der Community bekommen – lieben Dank dafür! Und ja: Zur Sicherheit habe ich immer noch dazugeschrieben, dass ich keine Sojasoße essen darf, aber gekochter Mais und Süßkartoffeln als Beilage in Ordnung sind.

Bedeutet: Erkundigt euch genau, welche Zutaten verwendet und wie das Gericht zubereitet wird. Es hilft enorm, mit den Fragen immer einen Schritt voraus zu sein und diese gezielt zu stellen! Werden die Nudeln separat gekocht? Wird die Pizza separat gebacken? Werden separate Zutaten genutzt? Bitte keine sicheren/frittierten Beilagen auf meinem Teller. Bitte kein Brot neben/auf meinem Teller. Und und und.

Ananas in einem Regal vor einem Geschäft. Die Hausfassade ist gelb, das Regal rot mit gelben Kisten.

Mögliche Gefahren

  • Soßen & Bier: Wie bei uns sind Soßen auch in Peru eine mögliche Gefahrenquelle. Insbesondere Sojasoße scheint hier so ein Ding zu sein. Besonders in der chinesisch-peruanischen Küche („Chifa“) wird Sojasauce gerne genutzt – oft auch in Gerichten, bei denen man nicht unbedingt damit rechnet. Neben Soßen sollte auch immer gefragt werden, ob beispielsweise Bier beim Kochen verwendet wird. Auch das soll hin und wieder vorkommen!
  • Deko: Ich habe selten Gerichte serviert bekommen, die so kunstvoll dekoriert waren, wie in Peru. Aber auch das kann eine Gefahr sein, da die Dekoelemente gerne frittiert werden! Hier habe ich immer explizit darauf hingewiesen, dass bitte keine Beilagen außer frischem Mais oder beispielsweise Süßkartoffeln auf meinem Teller sein sollen. Hin und wieder hatte ich dabei das Gefühl, dass das Thema der Kreuzkontamination übersehen oder zumindest nicht immer konsequent mitgedacht wird.
  • Chicharrón: Auf Speisekarten findet man immer wieder den Begriff Chicharrón. Dabei handelt es sich um knusprig Gebratenes bzw. Frittiertes. Chicharrón de Pota ist beispielsweise ein peruanisches Gericht aus frittierten, knusprigen Streifen von Kalmar (Pota), die mariniert, paniert (oft mit Mehl und Maisstärke) und goldbraun gebraten/frittiert werden. Also Achtung!
  • Cancha & frittierte Snacks: In Peru werden gerne geröstete Maiskörner (Cancha) und frittierte Snacks wie beispielsweise Chips als Vorspeise auf den Tisch gestellt. Hier sollte immer hinterfragt werden, wie sie zubereitet bzw. frittiert/geröstet werden. Aus der Community habe ich den Tipp bekommen, dass auch die gerösteten Maiskörner durchaus kontaminiert sein können. Der Einfachheit halber habe ich sie oft direkt abbestellt, um ein mögliches Risiko zu umgehen.
  • Lomo Saltado ist ein Pfannengericht der peruanischen Küche. In Stücke geschnittenes Rindfleisch wird für mehrere Stunden in einer auf Sojasauce basierenden Marinade eingelegt, dann angebraten und mit Zwiebeln, Tomaten und Chilis gegart. Spätestens bei der Sojasoße sollten die Alarmglocken läuten!
  • Mehle: Besonders auf lokalen Märkten findet man Stände mit den verschiedensten Mehlsorten in großen Säcken. Auch wenn hier Mehle aus glutenfreien Lebensmitteln wie Mais, Quinoa & Co. bei sind, sind sie weit weg von einem „glutenfrei Siegel“. Und genau das sollte man immer im Hinterkopf haben, wenn man beispielsweise hausgemachtes glutenfreies Brot in Lokalen angeboten bekommt. Hier solltet ihr euch nicht scheuen nachzuhaken, ob die Backwaren aus zertifiziertem Mehl gebacken werden.
  • Kochwasser: Auch wenn es völlig absurd klingen mag, habe ich von einer Leserin den Tipp bekommen auch beim Kochwasser darauf hinzuweisen, dass darin beispielsweise keine Nudeln gekocht werden dürfen. Sie selbst hat leider die Erfahrung machen müssen, dass ihre Kartoffeln in Nudelwasser gekocht wurden – Glutenunfall inklusive! Jetzt versteht man vielleicht ein bisschen genauer, was ich damit meine alles sehr detailliert zu hinterfragen, oder?
  • Klassiker“: Schneidebretter & Kochflächen, Fritteusen, Mehlschwitzen, Saucenbinder. Auch wenn glutenfreie Gerichte beworben werden, sollte immer nachgefragt werden, ob sie sicher glutenfrei sind, separat zubereitet werden und so weiter! So wurde in Lima beispielsweise in einer Pizzeria mit glutenfreien Pizzen geworben – für Menschen mit Zöliakie waren diese aber nicht geeignet. Der Klassiker, wenn man so möchte!

Ich spreche kein Spanisch. Und jetzt?

Keine Sorge, ich auch nicht! Stattdessen ist Google Translate während der Reise zu meinem engsten Verbündeten geworden. So habe ich bei jeder Bestellung detailliert erklärt, dass ich Zöliakie habe und genau übersetzt, worauf zu achten ist. Aber dennoch: Natürlich ist es hilfreich, wenn man sich vorab zumindest einige spanische Sätze einprägt, um ein wenig das Eis zu brechen. Zumindest die Begrüßung und einige Fetzen der Landessprache sollten drin sein! Es kommt einfach besser an, wenn man mit einem freundlichen „Hola, ¿hablas inglés?“ startet, als direkt auf Englisch mit der Tür ins Haus zu fallen. Und das Allerwichtigste: Lächeln, Geduld & Herzlichkeit!

Ein weiß eingedeckter Tisch mit einem Teller voller Ceviche.

Diese Gerichte & Getränke sind meist glutenfrei…

Ceviche: Ihr esst gerne Fisch? Dann könnte Ceviche euer Ding sein! Ceviche ist so etwas wie das Nationalgericht Perus. Roher Fisch, der in einer Marinade aus Limette + etwas Salz, Koriander, Zwiebel und nach Geschmack auch Chili „gegart“ wird. Und ja, davon gibt es teilweise auch die wildesten Abwandlungen mit Muscheln, Meeresfrüchten & Co.. In manchen Restaurants findet ihr auch Versionen aus Gemüse – falls man euch doch mit Fisch jagen kann.

Causa: Causa eignet sich hervorragend für warme Tage oder als Beilage. Dabei handelt es sich um ein geschichtetes Türmchen auf der Basis von gestampften Kartoffeln und Ají Amarillo, einer Soße aus gelber Paprika. Die typische Causa ist meist mit einer Creme aus Thunfisch- oder Hähnchen, Mayo und weiteren Zutaten gefüllt. Also Deko wird oft Ei oder Avocado genutzt. Hierbei ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Gericht glutenfrei ist – dennoch sollte bei der Bestellung immer nochmal nachgefragt werden.

Milchreis: Klingt komisch, aber auf einigen Speisekarten habe ich tatsächlich Arroz con Leche, also Milchreis gefunden! Perfekt, falls euch mal der Süßhunger überkommt.

Chicha Morada: Chicha Morada werdet ihr spätestens bei einem Blick in die Getränkekarten entdecken. Dabei handelt es sich um ein erfrischendes, traditionelles peruanisches Getränk, das aus lila Mais, Ananas, Zimt und Nelken hergestellt wird. Eine bunte Mischung aus süßen und würzigen Aromen, die echt spannend ist. Aber Achtung: Ich fand‘ das Getränk unheimlich süß! Leider habe ich erst später erfahren, dass man bei der Bestellung wohl dazusagen kann, wenn man es nicht so süß mag!

Glutenfrei einkaufen

Supermärkte in Peru

Supermärkte gibt es in Peru wie Sand am Meer – von kleinen Tante-Emma-Läden bis hin zu riesigen Hypermärkten. Von Markt zu Markt unterscheidet sich natürlich auch das glutenfreie Angebot. Keine Sorge: Auch in Peru findet ihr glutenfreie Lebensmittel wie Brot, Pasta, Kekse und noch viel mehr. Ihr solltet jedoch auf dem Schirm haben, dass sich das breite glutenfreie Angebot meist auf die großen oder zumindest größeren Städte beschränkt. Während es in Lima, Arequipa und Cusco einiges gibt, habe ich in Aguas Calientes beispielsweise keine glutenfreien Lebensmittel in den kleinen Kiosken entdeckt. Hier solltet ihr immer gut vorbereitet sein! Dazu werden die Produkte häufig importiert und sind dementsprechend vergleichsweise teuer! Die Standard-Supermarktketten wie Plaza Vea und Metro haben meist einige glutenfreie Produkte im Sortiment. Je nach Größe des Marktes findet ihr hier glutenfreies Knäckebrot, Cerealien in verschiedenen Ausführungen, einige Riegel, Pasta und Snacks. Auch Wong soll ein tolles glutenfreies Angebot haben – das habe ich leider nicht mehr geschafft abzuchecken.

Mein glutenfreies Highlight war auf jeden Fall der Besuch bei Flora y Fauna, eine Art Reformhaus. Solch ein großes glutenfreies Angebot habe ich selten gesehen – sowohl in der Heimat als auch unterwegs! Neben bekannten Produkten von beispielsweise Schär war ich hier fasziniert, wie viele Marken und Produkte ich noch nicht kannte. Eine absolute Empfehlung!

Was mit beim Einkaufen im Supermarkt oft positiv aufgefallen ist, dass auch viele herkömmliche Produkte als „gluten free“ oder „sin gluten“ deklariert oder sogar mit dem, bzw. einem Zeichen der durchgestrichenen Ähre versehen waren, wenn man sich die Verpackungen mal genauer angesehen hat. Ganz egal, ob bei Chips, Crackern, Snacks oder anderen Lebensmitteln.

Ein Regal in einem Suüermakrt, gefüllt mit glutenfreiem Granola.
Ein gelbes Regal in einem Supermarkt mit glutenfreiem Knäckebrot.

Lokale Märkte

Lokale Märkte in Peru sind bunt. Neben Obst und Gemüse findet ihr hier alles, was man für das alltägliche Leben benötigt. Käse, Eier, Fleisch, Fisch und weitere Lebensmittel. Zum Thema (glutenfreie) Mehle habe ich euch ja oben schon ausführlich berichtet! Speziell glutenfreie Lebensmittel findet ihr hier aber eher nicht.

Weitere Tipps für die Vorbereitung

Welche Unterkünfte eignen sich?

Appartements, Ferienwohnungen oder Airbnbs mit Küche sind auf der Reise meine absoluten Favoriten gewesen. So hat man immer die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen und ist nicht zwangsläufig auf Restaurants angewiesen. Besonders dann, wenn das Angebot auswärts mau ist, kann eine „eigene“ Küche ein echter Segen sein! Auch meine Toastbags möchte ich im Nachhinein keinesfalls missen – die haben mir das Frühstück oft erleichtert. Sowohl in Apartments als auch in Hotels.

Nur wenn es gar nicht anders ging, haben wir in Hotels oder wie beispielsweise auf dem Titicacasee in einem B&B übernachtet. Besonders dann, wenn es ums Frühstück ging, war das teilweise eine kleine Herausforderung!

Zwei Lama-Figuren aus Messing stehen auf einem Deko-Tablett auf einem Couchtisch.

Lokale Sim-Karte

Die lokale Sim-Karte möchte ich im Nachhinein nicht missen! Wir haben uns für den Anbieter Claro entschieden und haben uns direkt am ersten Tag in Miraflores mit jeweils einer Karte ausgestattet. So konnte ich nicht nur bequem in Restaurants mit Google Translate & Google Lens übersetzen, sondern auch unterwegs recherchieren, Uber buchen und und und! Anstatt einer lokalen Sim-Karte könnt ihr natürlich auch eine eSIM nutzen.

Google Translate & Google Lens

Wie schon mehrfach erwähnt, sind Google Translate & Google Lens zwei der Apps, die ich auf meinen Reisen nicht mehr missen möchte! Einfach die Zutatenliste oder die Speisekarte fotografieren und bequem übersetzen lassen + einfacher in der Landessprache kommunizieren. In vielen Situationen ein Segen.

Google Maps

Nichts geht über eine gute Vorbereitung und Planung! Eine Reise ohne Google Maps oder eine entsprechende Karte kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Hier kann vorab bequem alles markiert werden, wo man unterwegs hin möchte. Und damit eine ich vor allen Dingen glutenfreie Hotspots und sichere Restaurants!

Glutenfreie Reiseplanung leicht gemacht!

Glutenfreie Apps

Auch auf dieser Reise habe ich neben der klassischen Google- und Instagram-Suche die App Find me Gluten Free genutzt, um Lokale zu finden, die glutenfreie Leckereien anbieten. Besonders in den größeren Städten findet man hier einige Empfehlungen. Aber auch hier gilt: Immer genau prüfen! Oft mache ich bei der Nutzung dieser App sie Erfahrung, dass Lokale, die in der App von anderen Zöliakiebetroffenen wärmstens empfohlen wurden, sich in Realität als nicht sicher entpuppen.

Mein Fazit: Als Orientierungshilfe und für die Ideensuche können entsprechende Apps eine Unterstützung sein, jedoch sollte man sich niemals komplett darauf verlassen. Detaillierte Nachfragen und das eigene Bauchgefühl sind dabei schlussendlich entscheidend! Und wie immer: Lieber auf Nummer sicher gehen, als möglicherweise einen Glutenunfall zu riskieren, nur weil das Essen so unwiderstehlich aussah!

Doppelte Recherche

Ihr habt euch einen Plan zusammengestellt, glutenfreie Lokale gefunden, abgespeichert und seid bereit das (glutenfreie) Essensangebot auszuchecken? Tut euch selbst den Gefallen und prüft vorher mehrfach, ob die Öffnungszeiten stimmen und ob es die Lokale überhaupt noch gibt. Leider hatte ich an einem Tag in Lima richtiges Pech – ein Restaurant hat erst später geöffnet, als bei Google angegeben und wurde dazu gerade renoviert und ein anderes gab es längere Zeit schon nicht mehr! Um das herauszufinden, bin ich knapp 3 Stunden sinnlos durch die Stadt gefahren, um hinterher doch wieder beim Cevicherestaurant des Vertrauens zu landen! Wenn ihr euch nicht sicher seid und die Restaurants nicht gerade um die Ecke liegen, würde ich zukünftg immer versuchen über Social Media oder auf anderem Wege Kontakt aufzunehmen, um Öffnungszeiten & Co. zu überprüfen! Erspart einiges an Frust und Zeit.

Hilft die „Bitte an den Koch“?

Die Frage würde ich gerne mit Jein beantworten. An sich bin ich ein großer Fan von der „Bitte an den Koch“ in der jeweiligen Landessprache. So kann man wunderbar erklären, dass man Zöliakie hat und man bestimmte Bedürfnisse beim Essen hat. Ich bin mir jedoch nicht sicher, in wie weit sie mir in Peru weitergeholfen hätte. Tatsächlich finde ich die Lösung mit Google Translate hier noch etwas besser, weil man gezielte Nachfragen stellen und detaillierter kommunizieren kann.

Hamstern?

Ich muss zugeben, dass auf der Hinreise die Hälfte meines Koffers voller glutenfreier Lebensmittel war. Pasta, Brote, Snacks, Nüsse, Trockenfrüchte, Butterkekse, Cracker und und und. Alles, was man für eine dreiwöchige Reise brauchen kann + noch einen kleinen Puffer. Wahrscheinlich hätte ich die Menge an Lebensmitteln nicht benötigt, dennoch würde ich bei einer weiteren Reise Grundnahrungsmittel wie Brot fürs Frühstück, Pasta und einige Snacks wieder genauso mitnehmen. Man sollte wirklich nicht unterschätzen, dass die Preise für glutenfreie Produkte hier noch einmal eine ganz andere Liga sind! Bedeutet: Für die ersten Tage würde ich auf jeden Fall genügend Vorräte mitnehmen und je nach Geldbeutel und Bereitschaft, die Mehrkosten zu tragen, vor Ort beispielsweise bei Flora y Fauna einkaufen. Ihr solltet auch immer vorplanen, so dass ihr euch an Orten, in denen es voraussichtlich keine glutenfreien Sachen zu kaufen gibt, gut versorgen könnt!

Quinoa-Snacks in einer Pappbox.

Wenn man sich auf Peru einlässt, bekommt man ein Land voller Vielfalt, Wärme und Kulinarik, die für Zöliakiebetroffene vieles zu bieten hat. Die Grundzutaten sind oft glutenfrei, die Menschen hilfsbereit und offen. Gleichzeitig ist das Bewusstsein für Kontamination nicht überall vorhanden – daher braucht es klare Kommunikation, Vorbereitung und manchmal etwas Geduld. Ich bin mir jedoch sicher, dass ihr eine unvergessliche Zeit haben werdet. Peru ist wundervoll!

Plant ihr eine Reise nach Peru oder wart selbst schon einmal da? Habt ihr noch weitere Tipps oder Fragen? Berichtet mir gerne in den Kommentaren davon!

Folgt ihr mir eigentlich schon auf Instagram und Facebook? Ich freue mich, wenn wir uns auch da vernetzen!

Eure Anna ♥

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