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Südeuropa

36 Stunden in Madrid

Meine Lieblingsplätze für einen Kurzbesuch

 

Um ehrlich zu sein, sind 36 Stunden in Spaniens Hauptstadt viel zu kurz – auf der anderen Seite lohnt sich aber jede Minute, die man hier verbringt. Eins steht auch nach so kurzer Zeit hier fest: Ich muss auf jeden Fall noch einmal zurück. Alleine um einige der wundervollen Museen zu besuchen, wozu ich bei diesem Städtetrip gar nicht gekommen bin.

Und dann war da noch die Bimmelbahn…

Mit der nostalgischen Linie 1 bis an den Strand von Foz do Douro

Bei einem Städtetrip denkt man selten an den Strand – hängt wahrscheinlich schon mit dem Namen zusammen. Aber in Porto ist das anders – die süße Stadt kann nämlich beides. Stadt und Strand.

Ich sitze vor einer Kathedrale (nicht so selten in Porto) und warte, dass sich die hölzerne Bahn krächzend um die Kurve schiebt. Mit einem Waggon ist sie recht überschaulich – und damit auch ihre Plätze. Die kleine Traube an Menschen wird nervös, als sich etwas auf den Schienen tut. Die kleine sandfarbene Bahn kommt den kleinen Hügel empor und spuckt zunächst die Fahrgäste aus, die sie mitgebracht hat. Der Fahrer steigt aus und an der anderen Seite wieder ein, damit es wieder in entgegengesetzter Richtung weiter gehen kann. Dass sich die Leute gegenseitig nicht weg schubsen, wundert mich dann doch irgendwann, so wuselig wird es, wenn es heißt „alle einsteigen“. Beim Fahrer wird gezahlt und wer Glück hat, bekommt noch einen Sitzplatz am Fenster in Flussrichtung.

Ein Spaziergang durch Portos Altstadt

Die kleinen, verwinkelten Gässchen, die sich bergauf, bergab durch die Altstadt von Porto schlängeln, haben ihren ganz eigenen Charme. Wenn man gerade noch auf dem weiten Platz der Freiheit stand und die Jugendstilhäuser bestaunt hat, könnte man meinen, dass man hier in einer anderen Stadt ist. Nur ein paar hundert Meter am Fuße der Sé Cathedral ticken die Uhren irgendwie anders. In Porto geht es eh gemächlicher als anderswo zu, aber in den Gässchen scheint die Zeit manchmal still zu stehen. Hier und da sind die gegenüberliegenden Häuser so nah aneinander gebaut, dass man mit ausgebreiteten Armen beide Hausfassaden anfassen könnte. 

…ODER: Wie mich ein älterer Herr zum Weinen brachte

Es ist morgens früh, kurz vor 8. Die Sonnenstrahlen blitzen schon durch die kleinen Sträßchen und verraten, dass es ein schöner Tag wird. Trotzdem ist es noch so frisch. Eingepackt mit dickem Schal laufe ich die 3 Straßen vom Hotel zum Markt. Verfallen soll er sein und sich der Besuch nicht wirklich lohnen, hieß es in manchen Bewertungen, die ich vorher online gelesen habe. Aber ich gebe Märkten immer gerne selbst die Chance mich zu verzaubern.