Tipps für Restaurants mit glutenfreien Optionen

Arequipa hat sich von jetzt auf gleich einen Platz in meinem Herzen gesichert! Die „weiße Stadt“ im Süden Perus fühlt sich anders an. Anders als Lima, anders als Cusco. Umgeben von den Vulkanen Misti, Chachani und Pichu Pichu liegt sie da – hell leuchtend im warmen Sonnenlicht, gebaut aus weißem Sillar-Stein, mit weiten Plätzen, wunderschönen Hausfassaden, einer wuseligen Markthalle und ihrem ganz eigenen Lebensgefühl.

Der Plaza de Armas in Arequipa, Peru

Hier ist das Klima trockener, die Luft klarer, die Sonne intensiver. Tagsüber angenehm warm, abends trotzdem ganz schön frisch. Zwischen historischen Innenhöfen, kleinen Cafés und den dicken Mauern des Santa-Catalina-Klosters kann man sich wunderbar treiben und die Seele baumeln lassen. Obwohl es zur Rushhour voll werden kann, wirkt Arequipa ruhiger als andere Städte – und vielleicht macht gerade das ihren Reiz aus.

Glutenfrei in Arequipa

Wer durch die Altstadt schlendert und einen Blick auf die Speisekarten wirft, wird schnell merken: „Glutenfrei“ ist auch hier kein Fremdwort. Immer wieder gibt es einzelne Optionen und entsprechende Hinweise – wie sicher das Ganze bei Zöliakie ist, muss man dann immer noch erfragen! Denn nach wie vor gilt: Glutenfrei bedeutet nicht automatisch sicher glutenfrei! Hier sind Kommunikation, Geduld und ein gewisses Maß an Flexibilität gefragt. Und manchmal eben auch Google Translate. Einen ausführlichen Beitrag zum Thema „Glutenfrei in Peru“ habe ich hier bereits schon geschrieben!

Kao Thai

Wenn ich an Arequipa denke, denke ich ans Kao Thai. Das Restaurant mit thailändisch-peruanischer Fusionküche ist ein echtes Geschenk. Und dazu ist die bunte Mischung der Karte der Knüller. Cremiges Ceviche im Curry-Stil, thailändische Suppe mit Quinoa: Eine wilde Kombination aus Thaiküche und peruanischen Klassikern – so gut!

Einige Gerichte auf der Karte sind glutenfrei oder können entsprechend angepasst werden. Sowohl das Servicepersonal als auch die Küche kannten sich unheimlich gut aus, was Gluten & Unverträglichkeiten betrifft. Ganz selbstverständlich wurde hier auf meine Nachfragen und Bitten reagiert – ohne Kompromisse oder das Gefühl, dass der Service genervt von all meinen Fragen ist. Aufmerksam, offen und einfach herzlich.

Ein Tisch aus Marmor in einem Restaurant. Darauf sieht man im Hintergrund unscharf ein Wasserglas und im Vordergrund eine beige Suppenschale mit einer orangefarbenen Suppe mit Pilzen darin.
Man sieht einen Innenhof mit mehreren Tischen von einem Restaurant.
Ein Tisch aus Marmor in einem Restaurant. Darauf sieht man im Hintergrund unscharf ein Wasserglas und im Vordergrund einen tiefen Teller in dunklen Farben mit Ceviche gefüllt.

Kao Thai: Cl. San Francisco 217, Arequipa 04001, Peru


La Despensa – große Erwartungen, gemischte Gefühle

Vor meinem Besuch bei La Despensa hatte ich extra Kontakt per Instagram aufgenommen, um vorab schon einmal die wichtigsten Fragen zu klären. Die Antwort war unglaublich herzlich, verständnisvoll und klang sehr vielversprechend. So die Theorie.

Vor Ort war mein Eindruck leider ein anderer. Die Servicekraft wirkte unheimlich lustlos und dazu war das Thema „glutunfrei“ gar nicht so präsent, wie es vorab kommuniziert wurde. Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, habe ich mein Anliegen vor Ort also noch einmal ausführlich per Google Translate erklärt. Safety first!

Der glutenfreie „Burger“ bestand letztlich aus zwei sehr trockenen Brotscheiben und einem ebenfalls recht trockenen Patty. Obwohl ich alles detailliert erklärt hatte, wurde mir zu meinem Essen eine „glutenarme“ Soße serviert – Gott sei Dank in einem separaten Schälchen, so dass ich sie direkt wieder zurückgehen lassen konnte. Als ich mich nach dem fehlenden Käse erkundigte, wurde mir nur gesagt, dass der glutenhaltig sei. Auch wenn ich mir dabei fast sicher bin, dass hier Gluten und Laktose verwechselt wurden, habe ich tatsächlich resigniert!

Positiv: Ich habe das Essen gut vertragen. Negativ: Sowohl der Geschmack aus auch der Umgang mit der Thematik vor Ort waren leider enttäuschend. Nach der so herzlichen Nachricht im Vorfeld hatte ich mir einfach mehr erhofft. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück!

Ein Schild an einer Hausfassade mit einem Restaurantnamen "La Despensa".
Ein glutenfreier "Burger" aus zwei trockenen Brotscheiben mit Körnern, einem Fleischpatty, Tomaten und Pommes am Tellerrand.

La Despensa: Santa Catalina 302, Arequipa 04001, Peru


Selbstversorgung & Märkte

Für unseren Aufenthalt in Arequipa haben wir uns für ein AirBnb mit einer Küche entschieden – nach wie vor bin ich immer noch froh darüber! So konnten wir morgens sorgenfrei in den Tag starten, problemlos Frühstück zubereiten und ggf. auch noch im Laufe des Tages oder abends etwas kochen. Mit Zöliakie finde ich das immer wieder beruhigend, eine solche Option als Joker zu haben. So ist man nicht zwangsläufig auf Restaurants angewiesen und kann sich nach Lust & Laune selbst versorgen.

Wenn ihr mir hier schon länger folgt, wisst ihr, dass ich bunte Märkte liebe. Ganz egal, ob es Lebensmittel- oder Handwerksmärkte sind! Alleine die Farben, Gerüche und neuen Eindrücke machen einen Marktbesuch für mich immer zu etwas ganz Besonderem. In der Altstadt von Arequipa darf ein Besuch in der großen Markthalle nicht fehlen! Neben Souvenirs findet ihr hier Obst & Gemüse soweit das Auge reicht. Dazu gibt es hier alle möglichen Lebensmittel, die ihr für das tägliche Leben braucht. Eier (werden hier auch einzeln verkauft), Käse & Co. Einfach herrlich!

Man sieht einen großen, grünen, etwas flachen Kürbis auf einem Hocker auf einem Markt in Arequipa, Peru. Der Kürbis ist angeschnitten wie ein Kuchen. Man sieht das gelbe Fruchtfleisch.
Man sieht einen Kirchturm aus weißem Stein am Plaza de Armas in Arequipa, Lima.

Cafés

Arequipa ist wie dafür gemacht, sich von Café zu Café treiben zu lassen. In der Stadt gibt es unzählige hübsche Cafés, in denen man einige Zeit verschnaufen und die Seele baumeln lassen kann. Selbst ohne glutenfreie Gerichte auf der Karte lohnt sich der Besuch auch „nur“ für ein leckeres Spaßgetränk! Mein Tipp: Guckt nach oben! Bei dem Panorama lohnt es sich, ein Café mit Dachterrasse zu suchen! Davon gibt es auch in Arequipa unzählige!

Man sieht den berühmten Mirador de Yanahuara in Arequipa, einen bekannten Aussichtspunkt. Durch Torbögen kann man die Vulkane in der Entfernung sehen.

Artizan Peru Cafe

Das Artizan Peru Café liegt im wunderschönen Stadtteil Yanahuara – nur wenige Gehminuten vom bekannten Aussichtspunkt „Mirador de Yanahuara“ entfernt. Auch wenn es hier keine glutenfreien Optionen für Menschen mit Zöliakie gibt, lohnt sich der Besuch für einen leckeren Kaffee, ein kühles Getränk und den tollen Blick von der Dachterrasse auf die umliegenden Vulkane! Solltet ihr, genauso wie ich, keine „normale“ Milch vertragen, gibt es hier neben laktosefreier Milch auch verschiedene pflanzliche Alternativen!

Was das Artizan so besonders macht, ist sein Konzept: Hinter dem Café steht ein soziales Projekt, das Menschen mit Behinderungen unterstützt und ihnen Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten bietet. Man merkt schnell, mit wie viel Herz hier gearbeitet wird. Dazu gibt es einen kleinen Shop mit handgemachten Produkten, Schmuck und schönen Mitbringseln – perfekt, wenn man etwas Besonderes aus Arequipa mitnehmen möchte.

Der Blick von einer Dachterrasse auf umliegende Vulkane in Arequipa, Peru.
Ein Eiskaffee in einem großen Glas auf einem Tisch. Im Glas steckt ein orangefarbener, dicker Strohhalm.

Artizan Peru Cafe: Espinar 201-A, Yanahuara 04000, Peru


Maska Subs Food & Drinks

Ganz in der Nähe des Plaza de Armas findet ihr das Claustros de La Compañía. Hinter den dicken Klostermauern verstecken sich einige kleine Geschäfte, Restaurants & Cafés! Nicht nur das Gebäude lohnt sich anzusehen, auch der Kaffee im ersten Stock ist super lecker! Das Maska Subs Food & Drinks ist mehr eine Bar als ein Café – dafür schmecken die Kaffeegetränke dennoch echt gut. Bei schönem Wetter lohnt es sich, einen schattiges Plätzchen mit Blick auf den Innenhof der Klosteranlage zu suchen. Hier hätte ich stundenlang sitzen können!

Man sieht ein hohes Glas auf einem Tisch in einem Café. Das Glas ist mit Eiskaffee geüllt. Darin steckt ein Glasstrohhalm.

Maska Subs Food & Drinks (Facebook): Claustros de la compañía, Gral. Morán 118, Arequipa 04000, Peru


Kochkurs

Ein kleines Highlight war der Kochkurs in Arequipa! Ich liebe solche Aktivitäten, bei denen man aktiv wird. Statt sich einfach in ein Restaurant zu setzen, steht man hier selbst an den Schneidebrettchen und lernt die lokale Küche noch einmal auf eine ganz andere Weise kennen. Ceviche schnippeln, Causa schichten und am Ende natürlich den eigenen Pisco Sour mixen!

Es wurde gelacht, probiert, gequatscht und nochmal abgeschmeckt. Zwischendurch dürfen Gespräche natürlich nicht fehlen. Über die peruanische Küche, die Kultur, Familienrezepte, einzelne Zutaten und und und! Und genau das war das Schönste daran: dieser persönliche Austausch. Nicht anonym am Nebentisch sitzen, sondern gemeinsam kochen, fragen, erzählen – und am Ende alles zusammen probieren & genießen.

Für uns war es viel mehr als nur ein Essen. Es war ein gemeinsamer Vormittag, der noch lange in Erinnerung bleiben wird. Und definitiv eine Erfahrung, die anders – und irgendwie besonderer – ist als ein normaler Restaurantbesuch.

Cooking Class Arequipa: Wir haben den Kurs über AirBnb gebucht, ihr findet ihn jedoch auch auf Instagram.

Ein gedeckter Tisch nach einem Kochkurs in Peru. Man sieht das Gericht Causa auf einem Teller, ein Gericht aus Kartoffeln und einer Thunfischcreme, Ceviche, Obstsalat und ein Schälchen mit gerösteten Maiskörnern.

Und sonst so?

Weitere Restaurants & Cafés – NICHT PERSÖNLICH GETESTET!

Während meiner Recherche habe ich auch noch weitere Restaurants ausfindig gemacht, die glutenfreie Optionen auf der Karte haben. Leider habe ich es nicht mehr geschafft, diese Restaurants zu testen. Dementsprechend kann ich nicht sagen, wie es hier mit einer möglichen Kontamination aussieht oder wie das Thema Gluten generell gehandhabt wird.

Einerseits möchte ich euch hier immer nur Restaurants empfehlen, die ich selbst besucht und bei denen ich so ein gutes Gefühl hinsichtlich der Kontamination & Co. habe, dass ich anderen Zöliakie-Betroffenen einen Besuch empfehlen kann. Andererseits kann ich aber auch verstehen, dass ihr euch selbst gerne auf Erkundungstour begeben und neue Restaurants und glutenfreie Spots während eures Urlaubs entdecken möchtet. Zumal die Tipps ja nicht nur für Zöliakie-Betroffene, sondern auch diejenigen interessant ist, die sich aus anderen Gründen glutenfrei ernähren und möglicherweise nicht strikt auf Spuren achten müssen.

Fragt bei einem Besuch bitte ganz genau nach, wie die einzelnen Gerichte zubereitet werden, wie mit den Lebensmitteln umgegangen wird, ob es herumfliegendes Mehl gibt, ob Backwaren in separaten Formen und mit anderem Equipment zubereitet werden, wie das glutenfreie Brot aufgebacken wird und und und! Ihr wisst schon was ich meine, oder?

  • Las Gringas Pizza: Von Las Gringas Pizza bekam ich eine sehr liebe und ehrliche Antwort auf meine Vorab-Anfrage. Hier werden zwar glutenfrei zertifizierte Pizzaböden verwendet, jedoch werden diese nicht in einem separaten Ofen gebacken. Auf eine mögliche Kreuzkontamination wurde offen hingewiesen. Natürlich ist das schade, aber ich war unheimlich dankbar für die Transparenz und das Verständnis.
  • Crepísimo Creperie: Trotz meiner Nachfrage habe ich leider keine Rückmeldung bekommen, ob die glutunfreien Crêpes hier separat zubereitet werden und wie das Thema der Kreuzkontamination grundsätzlich gehandhabt wird! Wart ihr hier schon einmal und habt Erfahrungen gesammelt? Schreibt es gerne in die Kommentare!
  • Roqoto Restaurant (Instagram): Das Roquoto haben wir im Vorbeigehen entdeckt. Hier wird auf einer Werbetafel mit glutenfreien Optionen geworben – leider war gerade Mittagspause, als wir hier waren! Auf der Karte stehen klassisch peruanische Gerichte.
  • Omphalos Restaurant (Facebook): In dem vegetarischen Restaurant soll es auch glutenfreie Optionen geben. Auf der Karte wird auch extra darauf hingewiesen, dass man sich bei Unverträglichkeiten vorab ans Servicepersonal wenden soll.
  • Espacio Lagom (Instagram): Wer Appetit auf Sushi hat, soll hier wohl wunderbar aufgehoben sein. Die Gerichte werden auf Nachfrage wohl entsprechend angepasst und die Soße ausgetauscht.
  • Casona Salen (Instagram): Lust auf Açaí-Bowls? Dann werdet ihr hier fündig. Achtung bei Toppings & Co.
  • INDIA (Facebook): Hier ist der Name Programm! Die Mitarbeitenden sollen sich super mit Zöliakie & dem Thema Gluten auskennen.
  • Miski Wasi: Im Miski Wasi gibt es glutenfreie Waffeln. Auf der Karte sieht es so aus, als wenn alle Waffeln glutenfrei seien. Erkundigt euch hier aber noch einmal genau und klärt ab, ob es ein separates Waffeleisen gibt und ob beispielsweise auch glutenfrei zertifiziertes Mehl verwendet wird!

Plant ihr eine Reise nach Peru oder wart selbst schon einmal da? Habt ihr noch weitere Tipps oder Fragen? Berichtet mir gerne in den Kommentaren davon!

Folgt ihr mir eigentlich schon auf Instagram und Facebook? Ich freue mich, wenn wir uns auch da vernetzen!

Eure Anna ♥

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