Ein cremiger Rhabarber-Traum

[glutenfrei, laktosefrei, ohne Soja]

Was soll ich sagen? Ich bin wieder absolut in Rhabarber-Barbara-Laune! Spätestens seitdem ich dieses uuuuuunglaublich köstliche Rhabarber-Curd probiert habe! OMG! Ein Traum von einer fluffig, samtig, leichten Creme mit einer leichten Rhabarber- und Vanillenote! Und ich warne euch vor – man kann einfach nicht aufhören, das Curd Löffel für Löffel in sich hineinzuschaufeln. Bei jedem Löffelchen beginnt man quasi innerlich zu jubeln, weil es sooooo gut ist. Absolute Suchtgefahr!

Rhabarberstaude
Rhabarber-Curd

Habt ihr Curd schon einmal selbst gemacht? Während Zitronen-Curd ja schon etwas bekannter ist, scheint die leckere Creme aus Rhabarber eher noch so ein kleiner Geheimtipp zu sein. Völlig zu Unrecht in meinen Augen! Je nach persönlichem Geschmack kann man die Konsistenz natürlich anpassen. Der eine mag es lieber etwas dickflüssiger, der andere hat lieber eine super cremige Konsistenz! Das könnt ihr wunderbar durch die Zugabe von Speisestärke regulieren – mehr dazu im Rezept!

Wie heißt es so schön? Augen auf beim Rhabarber-Kauf? Um einen möglichst intensiven rosigen Farbton des Rhabarber-Curds zu bekommen, rate ich euch zu Himbeer-Rhabarber mit möglichst schönen roten Stielen! Falls ihr da nicht im Supermarkt des Vertrauens fündig werdet, bekommt man diesen meist auf dem Wochenmarkt! Und das sogar ohne unnötige Plastikverpackung! 🙂 Weitere Tipps für den nachhaltige(ren) Einkauf findet ihr hier.

Damit die hübsche Farbe auch erhalten bleibt, sollten die Stangen nur gut gereinigt, jedoch nicht geschält werden! Da das Eigelb der verarbeiteten Eier sich farblich ganz schön durchsetzt, würde das Curd anderenfalls recht gelblich! Sollte es mit der Färbung trotz verarbeiteter Schalen nicht so recht klappen, kann man aber auch einen Schuss Rote Bete-Saft oder selbstverständlich auch (natürliche) Lebensmittelfarbe verwenden – keine Sorge, ich verrate es auch niemandem! 🙂

Und für diejenigen unter euch, die den Besuch des Fitness-Studios unheimlich vermissen kommen hier noch mehr gute Nachrichten! Nachdem man das Curd gerührt hat, fühlt man sich endlich mal wieder so, als wenn man ein umfangreiches Arm-Programm hinter sich hätte! Meine Porree-Ärmchen hatten ganz schön zu kämpfen! Aber ich meine – für das grandiose Rhabarber-Curd hätte ich auch noch ein paar Minuten mehr gerührt! Es lohnt sich!

Bevor wir nun in der Küche loslegen, kommt hier noch ein wichtiger Hinweis: Das Curd sollte bei der Zubereitung nicht kochen! Dann kann es schnell passieren, dass das Ei gerinnt. Möchte natürlich niemand! Also immer schön die Temperatur im Auge behalten – heiß darf es sein, jedoch nicht zu heiß! 🙂 Super praktisch ist hier eine Rührschüssel aus Metall, die man auf einen mit etwas Wasser gefüllten Kochtopf setzen kann. Wasserbad 2.0 quasi! So hat man genügend Platz, um mit dem Schneebesen zu arbeiten, ohne dass etwas von der Masse überschwappt! Und nun ran an den Schneebesen und rühren, was das Zeug hält!

Selbstgemachtes Rhabarber-Curd
Das Rhabarber-Curd passt super zu Joghurt!
Frische Erdbeeren und Naturjoghurt passen wunderbar zu dem Rhabarber-Curd!

Rhabarber-Curd

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Portionen 3 Gläser
Ein cremiger Rhabarber-Traum! Perfekt auf Eis, Joghurt oder Quark. Oder einfach pur!

Equipment

  • Wasserbad – gut geeignet sind hierfür eine Rührschüssel aus Metall & ein Kochtopf (s.o.)
  • Schneebesen
  • 3 Einmachgläser

Zutaten

  • 500 g Rhabarber (möglichst rote Stiele – z.B. Himbeer-Rhabarber)
  • 40 g Himbeeren (z.B. TK-Ware)
  • 50 ml Wasser
  • 1 EL Zitronensaft
  • 125 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker (alternativ einige Tropfen Vanillearoma)
  • 2 Eier (Zimmertemperatur)
  • 4 Eigelb (Zimmertemperatur)
  • 2-3 TL Speisestärke (z.B. Maisstärke)
  • 100 g Butter (evtl. laktosefrei – Zimmertemperatur)

Anleitungen 

  • Rhabarber waschen und in ca. 1-2 cm breite Stücke schneiden. Gemeinsam mit den Himbeeren und dem Wasser aufkochen und so lange köcheln lassen, bis der Rhabarber zerfällt. Den Deckel dabei geschlossen halten, damit nicht zu viel Flüssigkeit verdampft.
  • Die Rhabarbermasse durch ein Sieb streichen und den Saft auffangen. Tipp: Das übrigbleibende Fruchtfleisch kann zu Marmelade weiterverarbeitet werden oder morgens ins Porridge gegeben werden – so verkommt es nicht!
  • 250 ml des Saftes abmessen und gemeinsam mit dem Zitronensaft und Zucker aufkochen, bis dieser sich aufgelöst hat. Abkühlen lassen! Tipp: Der Rest des Saftes kann super als Schorle mit Wasser getrunken werden.
  • In der Zwischenzeit können bereits die Einmachgläser in kochendem Wasser sterilisiert werden.
  • Eigelb und Eier miteinander verrühren.
  • Etwas des abgekühlten Rhabarbersaftes hinzugeben – so lange verrühren, bis es eine glatte Masse ergibt und sich beide Flüssigkeiten aneinander angepasst haben.
  • Nun über dem heißen Wasserbad nach und nach den restlichen Sirup in die Ei-Masse rühren. Das Ganze unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Masse andickt. Achtung: Die Masse darf nicht kochen, da sonst das Ei gerinnt. Die Hitze dazu immer im Auge behalten und je nach Bedarf regulieren.
  • Für ca. 20-25 Minuten über dem Wasserbad rühren!
  • Je nach Bedarf können noch 2-3 TL Speisestärke untergearbeitet werden, damit das Curd etwas dickflüssiger wird. Hierzu wird etwas der Rhabarber-Creme in eine kleine Schale gegeben, darunter die Stärke gerührt, bis keine Klümpchen mehr übrig sind und dann wiederum unter die restliche Masse gerührt. So wird verhindert, dass die Speisestärke im Rhabarber-Curd Klumpen bildet.
  • Zum Ende der „Koch“-Zeit wird noch die Butter untergerührt.
  • Das Curd noch heiß auf die vorbereiteten Gläser verteilen und fest verschließen – sobald diese abgekühlt sind im Kühlschrank aufbewahren.
Autor: Anna
Gericht: Nachspeise
Keyword: Curd, glutenfrei, laktosefrei, Rhabarber, Süßspeise
Rhabarber-Curd schmeckt unheimlich cremig!

Habt ihr das Rezept ausprobiert und seid auch so begeistert? Berichtet mir gerne hier in den Kommentaren oder meldet euch über Instagram oder Facebook! Ich freue mich!

Eure Anna ♥

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