Rezept für glutenfreies Stockbrot

Glutenfreies Stockbrot

Für gemütliche Abende am Lagerfeuer

[glutenfrei, laktosefrei, vegan, ohne Soja, ohne Nüsse]

Stockbrot ist doch der Inbegriff von einem lauen Sommerabend und einer gemütlichen Runde mit Freunden oder der Familie, oder? Abends draußen sitzen, dem Knistern des Lagerfeuers zuhören und genüsslich eins nach dem anderen kleinen Stockbrot futtern. Ich bin zwar immer der Kandidat, der den Rauch des Feuers magisch anzieht und danach wie ein Räuchermännchen riecht, aber trotzdem hat es immer so etwas Gemütliches an sich.

Glutenfreies Stockbrot schmeckt super mit Quark-Dip!

So lange habe ich kein Stockbrot mehr gemacht. Ich glaube das letzte Mal war wirklich zu Kindertagen, als ich auch noch „normal“ glutenhaltig essen konnte. Aber jetzt war mir einfach danach, die alten Zeiten und Kindertage noch einmal aufleben zu lassen – back to the roots und so.😊

Glutenfreies Stockbrot erinnert an die Kindheit!

Der Teig

Das warme Wetter aktuell erleichtert uns die Arbeit mit dem Hefeteig ja schon sehr – bei den molligen Temperaturen fühlt der Teig sich einfach wohl und geht schön auf! Ganz typisch für Hefeteig ist er recht anhänglich und klebt teilweise an den Fingern. Mein Tipp: Teig mit Mehl bestreuen und mit Hilfe eines Topfausschabers durch schnelle kurze Bewegungen aus der Rührschüssel schaben.

Und auch bei der Verarbeitung hilft euch ein wenig zusätzliches Mehl weiter, so dass der Teig nicht an den Fingern klebt. So kann man ihn noch einmal kurz per Hand auf der bemehlten Arbeitsplatte kneten und zu Teigrollen verarbeiten. Ja, Hefeteig ist vielleicht eine kleine Diva, aber nicht so schlimm, dass man ihn nicht in den Griff bekommt. Und die Geduld bei der Verarbeitung lohnt sich: Er ist soooo unglaublich fluffig!

Der Hefeteig für das Stockbrot ist so fluffig!

Anders als in anderen Rezepten, lasse ich den Hefeteig für glutenfreies Stockbrot vor dem Aufwickeln immer noch gehen, bis er sich schön vergrößert hat. Ich finde einfach, dass er dadurch noch fluffiger wird. Da der Teig so locker ist, braucht es zwar etwas Geschick ihn sicher am Stock zu befestigen – es klappt aber wunderbar! Und ja, ich würde das Stockbrot nicht direkt senkrecht in die Flammen oder über die Glut halten. So lauft ihr nicht Gefahr, dass euch das Brot am Anfang, wenn es noch roh ist, vom Stock fällt. Aber keine Sorge, selbst mir ist das bisher auch noch nicht passiert, obwohl ich mich ja manchmal wirklich nicht so geschickt anstelle. 😊

Glutenfreies Stockbrot vs. Wolkenfiguren

Hach, es ist so schön draußen zu stehen und dem knisternden Feuer zuzusehen. Jeder kennt doch bestimmt Wolkenfigurenraten, oder? „Pareidolie„, wie der Fachbegriff heißt. Also in Dingen vermeintlich bekannte Gegenstände erkennen. Habt ihr das schon einmal bei Stockbrot gemacht? Ich wette nicht! Sobald der Hefeteig über dem Feuer aufgeht, entwickeln sich manchmal verrückte Formen daraus. Manch einen erinnert der Teig nur an aufgehende Marshmallows oder Michelinmännchen. Aber mit ein wenig Phantasie kann man auch noch andere Figuren erkennen. Da werde ich mit 33 spontan noch einmal zum Kind. Ich habe zwar nicht die Maus gesehen, die mein Papa in seinem Brot entdeckt hat, dafür aber die Raupe Nimmersatt! 😊

Für eine gemütliche Lagerfeuerrunde empfehle ich euch, den kompletten Teig glutenfrei zu machen, insofern jemand mit Zöliakie dabei ist. Mir wäre es zu unsicher, wenn auch parallel glutenhaltiges Brot geröstet würde – man weiß ja nicht, ob man nicht zufällig mit seinem Stock an die anderen Stockbrote kommt.

Welche Stöcke eignen sich für glutenfreies Stockbrot?

Die Frage stellt sich wahrscheinlich jeder Stockbrotbäcker, bevor er sich an sein Vorhaben gibt, oder? Nehme ich frische oder schon abgetrocknete Äste? Welche Sorte nehme ich da am besten? Eins steht fest: Nehmt keine giftigen Äste! Eibe und andere giftige Pflanzen sind damit schon einmal tabu! Wie wäre es mit Buche, Nuss oder Weide?

Buchen-Äste eignen sich super für Stockbrot!

Ich kann euch den Tipp geben, möglichst frische Äste zu nehmen. Da ist es unwahrscheinlicher, dass sie euch über dem Lagerfeuer direkt verbrennen. Zusätzlich wässere ich die Äste immer noch so lange, bis sie dann zum Einsatz kommen. Und ja, es sollten nicht die dünnsten Ästchen sein, die es gibt. Ihr möchtet ja schließlich nicht, dass euer erstes Stockbrot direkt im Feuer landet! Also nehmt schön solide, feste Äste.

Das glutenfreie Stockbrot ist so schön fluffig!

Zutaten

  • 300 g glutenfreies Mehl (ich verwende hier eine Universalmischung für Brot)
  • ½ TL Xanthan
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 250 ml Wasser (lauwarm)
  • ½ TL Zucker
  • 1,5 – 2 TL Apfelessig
  • 1 EL Olivenöl (oder anderes Öl)
  • ½ – 1 TL Salz
  • etw. Mehl zur Verarbeitung

Zubereitung

Stöcke

  1. Stöcke sammeln, kleine Ästchen und Blätter abtrennen, gut reinigen.
  2. Bis zur Verwendung in Wasser stellen.

Teig

  1. Trockenhefe mit Zucker in Wasser auflösen.
  2. Alle Zutaten mit dem Knethaken der Küchenmaschine min. 5 Minuten zu einem gleichmäßigen Teig kneten.
  3. Mit etwas Mehl bestreuen und mit Hilfe eines Küchenschabers den Teig aus der Rührschüssel lösen. Zu einer Kugel formen und zugedeckt für einige Zeit gehen lassen (ca. 1 Stunde).
  4. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche in 8 – 10 gleichgroße Stücke teilen und so einer längeren Rolle formen.
  5. Teigrollen um die Spitze des vorbereiteten Astes drehen. Vorsichtig festdrücken, damit der Teig nicht herunterfällt.
  6. Über dem Lagerfeuer unter regelmäßigem Wenden garen. Der Teig ist gar, wenn er nicht mehr stark am Stock klebt und man ihn ohne größere Mühe abziehen kann. Achtung: heiß!
  7. Noch warm pur oder beispielsweise mit einem Kräuterquark genießen!
Die Zubereitung des Stockbrotes ist mit ein wenig Geschick kinderleicht!
Glutenfreies Stockbrot schmeckt noch warm am besten!

Liebt ihr Stockbrot auch so sehr? Habt ihr das Rezept schon ausprobiert? Berichtet mir gerne in den Kommentaren davon! Super eignet sich das Stockbrot auch als Beilage zu den leckeren Feta-Zucchini-Päckchen!

Eure Anna ♥


ABOUT THE AUTHOR

Anna

Ich freue mich über deinen Kommentar!