Die Frage aller Sushi-Freunde

Ihr glaubt gar nicht, wie oft die Frage auf meinem Blog gesucht wird! Ja, aber ist Sushi glutenfrei oder nicht? Ihr könnt die Antwort schon fast ahnen, oder? Es kommt drauf an!

Ganz pauschal kann man die Frage nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantworten. Wie bei so vielen Lebensmitteln ist das eine absolute Einzelfallentscheidung. Wenn wir uns die Zutaten anschauen, kann man ja schnell auf den Gedanken kommen „Reis, roher Fisch, Gemüse und ein trockenes Algenblatt sind doch von Natur aus glutenfrei“ – ja, stimmt grundsätzlich. Jedoch ist es bei Sushi nicht so einfach, da die kleinen leckeren Häppchen eben nicht nur aus den gerade aufgezählten Dingen bestehen, sondern Zutaten beinhalten, an die man manchmal gar nicht denkt.

Sushi ist oft glutenfrei.
Ist Sushi glutenfrei? Die Frage aller Fragen!

Sushi aus dem Supermarkt

Insofern ihr bereits fertig verpacktes Sushi kauft, könnt ihr wie gewohnt die Zutatenliste studieren und daran erkennen, ob ihr gerade glutenfreies oder glutenhaltiges Sushi in den Händen haltet. Natürlich gibt es bei der Qualität generell himmelweite Unterschiede, aber darum soll es hier ja gar nicht gehen. Es gibt durchaus Supermärkte, in denen man super frisches und dazu auch noch leckeres Sushi bekommt – sogar glutenfrei! Teilweise wird das sogar frisch im Laden zubereitet und dann in ToGo-Boxen zum Mitnehmen abgepackt. Was soll ich sagen? Ich liebe es!

Sushi gibt es auch glutenfrei!

Sushi im Restaurant

Sobald wir dann aber außerhalb in einem Restaurant essen gehen, müssen wir einige Dinge im Hinterkopf behalten, die wir bei der Bestellung checken sollten. Ich musste selbst öfter die Erfahrung machen, dass in einigen Sushi-Restaurants die Allergenkarten nicht wirklich vorbildlich geführt werden, leider nicht immer stimmen und Gluten oft noch mit Glutamat verwechselt wird.

Ein direktes Gespräch ist hier bei jeder Bestellung meist unabdingbar! Um auf Nummer Sicher zu gehen, empfiehlt es sich hier jede einzelne Zutat zu überdenken und nicht nur pauschal „Ist das glutenfrei“ zu fragen? So kann man mögliche Missverständnisse aus dem Weg räumen und für sich selbst ein sicheres Gefühl bekommen, was nun wirklich enthalten ist und verarbeitet wird. Habt bitte keine Scheu zu fragen. Auch dann nicht, wenn möglicherweise eine Sprachbarriere besteht. Bleibt jederzeit höflich und erkundigt euch im Notfall, ob ihr vielleicht die Etiketten ansehen dürft. Betont ruhig, dass ihr eine starke Allergie habt (das Wort Zöliakie wird selten verstanden) und dass ihr deswegen ganz sicher sein müsst.

Generell gehe ich bei einer Bestellung so vor, dass ich mir auf der Karte schon die Sorten aussuche, die grundsätzlich glutenfrei sein sollten. Da fallen panierte Sushirollen oder solche mit Surimifüllung natürlich direkt weg. Auch Röllchen mit undefinierbaren Soßen, marinierten Fischsorten oder beispielsweise auch Omelett sortiere ich meist schon gedanklich aus. Und dann berücksichtige ich generell noch die folgenden Punkte:

Esst ihr Sushi auch mit Stäbchen?
Auswahl an glutenfreiem Sushi

Worauf muss ich achten?

  1. Essig

Auch wenn man meinen könnte, dass Sushi nur aus Reis und rohem Fisch besteht, stimmt das nicht ganz. Um etwas Geschmack an den Klebreis zu bekommen, wird dieser mit Essig gewürzt. Auch wenn in den meisten Fällen glutenfreier Reisessig verwendet sind, gibt es auch Restaurants, die glutenhaltigen Essig für ihr Sushi verwenden! Also sollte man sich immer danach erkundigen, welcher Essig verwendet wird oder sich notfalls das Etikett zeigen lassen.

  1. Soßen: Sojasoße, Teriyaki & Wasabi

Sushi ohne Sojasoße und Wasabi ist doch einfach nicht komplett, oder? Jedoch sollte man hier nicht einfach wahllos zugreifen! Anders als der Name vermuten lässt, besteht Sojasoße eben nicht nur aus Soja, sondern auch in den meisten Fällen aus fermentierten Sojabohnen, Salz, Wasser und Weizen – also Gluten!

Ebenso können Teriyakisoße und die beliebte Wasabipaste Gluten enthalten.

Ich würde direkt bei der Bestellung darum bitten, keine Soßen zu verwenden – manche Restaurants dekorieren ihr Sushi gerne mit einigen Spritzern Sojasoße.

Solltet ihr gar nicht auf Sojasoße verzichten wollen und euer Restaurant keine glutenfreie Soße da haben, habe ich noch keinen Betrieb erlebt, der etwas dagegen hat, wenn man sein eigenes kleines Fläschchen Soße mitbringt! Aber natürlich sollte man hier fragen, ob das in Ordnung ist. 😊

  1. Marinierter Fisch

Einige Fischsorten werden vor der Verarbeitung mariniert – oft in Soja- oder Teriyakisoße. Also sollte man da immer auf Nummer sicher gehen und lieber einen nicht marinierten Fisch auswählen.

  1. Surimi

Surimi, oder auch Krebsfleischimitat, wird meist zu einem Großteil aus Weizenstärke hergestellt. Also absolut tabu für uns!

  1. frittiertes Sushi

Eigentlich ist die Überschrift schon selbsterklärend, oder? 😊 Frittiertes Sushi sieht auf anderen Tellern zwar immer super lecker aus, jedoch wird der verwendete Tempurateig in den meisten Fällen aus Weizenmehl hergestellt.

  1. Eingelegter Ingwer

Eingelegter Ingwer wird zur Geschmacksneutralisierung zwischen den einzelnen Sushistückchen gegessen. Zumindest dann, wenn man ihn mag. 😊 Wie bei allen eingelegten Sachen, sollte man zur Sicherheit auch hier noch einmal die Zutaten checken. Man weiß ja nie, welcher Essig hier für die Marinade verwendet wurde!

  1. Sesam

Von Natur aus ist Sesam zwar glutenfrei, jedoch sollte man bei Pseudogetreide, Samen und Saaten ja immer die Augen offenhalten, wenn man keine speziell glutenfrei deklarierten Produkte verwendet. Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster und behaupte, dass die wenigsten Sushi-Restaurants glutenfreien Sesam verwenden, um einige ihrer Sushi-Rollen darin zu wälzen. 😊

Wer hier ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann entweder direkt den Sesam abbestellen oder sollte vor dem Verzehr ganz genau hinsehen und die Sesamsamen kontrollieren, die am Sushi haften.

Bei Sesam sollte man aufpassen.
Bei Sesam sollte man die Augen offen halten.
  1. Risiko der Kreuzkontamination

Wenn wir bei der Bestellung alles beachtet haben und das Sushi nun grundsätzlich essen könnten, kommt noch die Frage auf, wie es denn zubereitet wird. Wie sieht es mit einer möglichen Kreuzkontamination aus? Ist es möglich, dass eine frische Unterlage, ein gereinigtes Messer und neue Handschuhe verwendet werden, damit da keine Spuren von beispielsweise frittiertem Sushi oder Surimi dran haften?

Und wenn wir gerade schon einmal dabei sind und uns das wichtig ist, können wir darum bitten, dass die Sushi-Rollen auf einem Teller anstatt auf einem Holzbrettchen serviert werden. Zwar ist auf Sushi-Holzbrettern eine mögliche Kontamination sehr gering, da darauf ja kein Messer zum Einsatz kommt und somit keine tiefen Rillen entstehen, aber ich wollte die Thematik der Vollständigkeit halber dennoch erwähnt haben! 😊

Zu Sushi gehört Sojasoße!

Habt ihr noch weitere Tipps, was man beim Sushi essen beachten sollte? Außer, dass man sich nicht mit den Stäbchen die Augen aussticht? 🙂 Ahh, falls ihr zusätzlich auch noch laktoseintolerant seid, solltet ihr bei einigen Sorten aufpassen, da diese Frischkäse enthalten können!

Ihr schwärmt nicht so für Sushi? Vielleicht ist die leckere GarnelensuppeGarnelensuppe aus Thailand ja etwas für euch?

Eure Anna ♥

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