(M)eine kleine Auszeit im Rheingau

Viel mehr als nur Weingüter und Weinproben

… mit glutenfreiem Übernachtungstipp

 

Um ehrlich zu sein, hatte ich nie so eine richtige Vorstellung davon, wie hübsch das Rheingau eigentlich ist, bevor ich es selbst für ein Wochenende besucht habe. Hier reihen sich nicht nur unzählige Weingüter aneinander, die zu dem ein oder anderen Gläschen Riesling einladen. Das Rheingau bietet vor allen Dingen auch eine entspannte Auszeit für Naturliebhaber und Erholungssuchende. Einfach mal ein Wochenende rauskommen. Verträumt durch die Landschaft fahren, den ein oder anderen Spaziergang oder eine kleine Wanderung unternehmen und über den Rhein schippern. Durchatmen und die Seele baumeln lassen.

Was darf ich im Rheingau nicht verpassen?

Ringticket – Romantik-Tour

Bei sommerlichen Temperaturen geht es mit der kleinen Seilbahn von der „Talstation“ in Rüdesheim über die Weinfelder auf den Rüdesheimer Berg. Es sieht aus, als wenn die kleinen Gondeln wie kleine Einkaufskörbe über die Weinberge schweben.

Nach wenigen Schritten erreichen wir hier oben den Aussichtstempel, von dem man einen wunderschönen Blick ins Rheintal und über die Weinfelder hat, die einem zu Füßen liegen. Der Tempel thront hier oben schon seit 1788 und hat schon Brentano, Beethoven und Goethe angezogen und vielleicht die ein oder andere Inspiration für ihre Werke gegeben.

Auf unserer kleinen Wanderung geht es weiter bis zum Niederwalddenkmal. Der Spazierweg ist insgesamt ca. 3-4 km lang und führt durch ein bewaldetes Gebiet mit schönen Aussichtspunkten. Nach unserem Spaziergang kommen wir schließlich am Hotel Jagdschloss Niederwald an – von hier aus geht es mit dem Sessellift wieder ins Tal nach Assmanshausen.

Entweder könnt ihr mit dem Ringticket nun noch die Burg Rheinstein auf der anderen Rheinseite besuchen, oder an Bord des nächsten Schiffes in Richtung Rüdesheim zurückfahren. Ich entscheide mich für den direkten Weg zurück zum Startpunkt, da mir die Zeit ein bisschen im Nacken sitzt und es am Nachmittag schon wieder zurück in Richtung Heimat geht.

Das Ticket bekommt ihr bei den beiden Seilbahnstationen oder in der Tourist Information Rüdesheim.


Tourist Information Rüdesheim: Rheinstraße 29a – 65385 Rüdesheim am Rhein


Spaziergang durch Eltville

Kopfsteinpflasterwege und bunte Blumen vor den Fachwerkhäusern lassen Eltville ganz schön romantisch wirken. Bei einem Spaziergang durch die Gassen und entlang der Gärten der hübschen Stadt am Rhein merkt man, warum Eltville auch den Namen Rosenstadt trägt.

Bei einem Spaziergang durch Eltville gehört ein Besuch der Kurfürstlichen Burg auf jeden Fall dazu. Wer mehr zu Gutenberg und seiner Druckkunst oder über die Stadtgeschichte erfahren möchte, ist hier im Museum genau richtig. Aber auch für diejenigen, die nur den Rundumblick genießen möchten, lohnt es sich, die Stufen der Wendeltreppe des 24 Meter hohen Wehrturms heraufzustapfen.


Kurfürstliche Burg Eltville: Burgstraße 1 – 65343 Eltville am Rhein


Spaziergang um Kloster Eberbach mit Besuch des Steinbergkellers

Von meiner Schlender-Weinprobe habe ich euch in einem meiner letzten Beiträge schon berichtet. Im Kloster Eberbach lohnt sich aber nicht nur eine Führung innerhalb der Klostermauern, sondern auch einen Spaziergang rund um die Klosteranlage herum. Wanderwege verschiedener Länge führen euch hier durch Wälder, an Wiesen und Feldern vorbei durch die wunderschöne Landschaft des Rheingaus.

Foto: Frank Maier – www.littlediscoveries.net

Besonders lohnt sich hier auch der kleine Spaziergang vom Kloster zum Steinbergkeller. Einen Katzensprung entfernt, durch ein kleines Waldstück und entlang einer Wiese, ist man auch schon nach wenigen Minuten an seinem Ziel angekommen.

P.S.: Vom schwarzen Häuschen aus habt ihr eine der schönsten Aussichten im Rheingau auf die Weinfelder.

Foto: Frank Maier – www.littlediscoveries.net


Kloster Eberbach: Kloster Eberbach – 65346 Eltville am Rhein


Besuch des Rheingau Musik Festivals

Selbst wenn ihr so kleine Musikbanausen wie ich seid, lohnt sich ein Besuch im Rheingau besonders zu der Zeit, wenn das Rheingau Musik Festival läuft. Ungefähr zwei Monate im Jahr gibt es hier verschiedene Veranstaltungen. Von Klassik über Jazz bis hin zu moderner Pop-Musik gibt es hier für jeden Geschmack das passende Programm. Mir wird der Konzertabend in Wiesbaden wahrscheinlich noch lange im Kopf bleiben und mich immer wieder zwischendurch zum Strahlen bringen, wenn ich an den Abend bei Daniel Hope in der wunderschönen Lutherkirche denke. Hach, ein absoluter Herzens-Moment meines Rheingau-Besuchs!

Abstecher ins Brentanohaus

Baronin Angela von Brentano erwartet uns schon, als wir vom Mittagessen im kleinen Gasthaus kommen. Bis 2014 war die Baronin selbst Hausherrin hier und erzählt während unserer Führung von ihrem Leben und der Geschichte des Hauses – hier wird die Vergangenheit wirklich lebendig. Die insgesamt fünf Wohnräume sind über die Zeit hinweg so belassen bzw. renoviert worden, wie sie vor 200 Jahren einmal ausgesehen haben. Teilweise ist die alte Farbe auch noch erhalten.

Wusstet ihr, dass der Farbton „Giftgrün“ nicht nur eine Bezeichnung für einen Farbton ist, sondern wirklich auf eine giftige Bedeutung hinweist? Es wird vermutet, dass die Farbbezeichnung auf die ursprüngliche Zusammensetzung des Farbstoffes zurückgeführt wird: Eine Verbindung aus Essigsäure, Kupfer und Arsen. Also besser nicht an den giftgrünen Tapetenstücken im Brentanohaus naschen – man weiß ja nie! 😊


Brentanohaus: Am Lindenplatz 2, 65375 Oestrich-Winkel


Wo übernachten?

Nägler’s Fine Lounge Hotel

Wenn ihr auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit seid, lege ich euch das Nägler‘s in Oestrich Winkel ans Herz! Das Haus liegt einen Steinwurf vom Rhein entfernt – aus dem Restaurant und einem Großteil der Zimmer kann man hier die Rheinschiffe vorbeiziehen sehen. Und das Allerbeste: Glutenfrei ist hier kein Fremdwort!

Ich ziehe in das Weinlagenzimmer Studio und würde am liebsten für immer bleiben! Mit fast 35 m² fühle ich mich hier, als wenn ich einen kleinen Ball tanzen könnte. Bei dem 200 cm breiten Bett kann ich mich fast gar nicht entscheiden, ob ich mich nachts vielleicht quer ins Bett legen soll.

Das Zimmer ist durch die vielen Holzelemente und natürlichen Farben super gemütlich gestaltet. Würde es draußen nicht zu nieseln beginnen, würde ich wahrscheinlich noch länger auf dem kleinen französischen Balkon vor meinem Zimmer stehen und fasziniert auf das glitzernde Wasser des Rheins schauen.

Bei mir hat ein Hotel ja immer schon ein Stein im Brett, wenn es problemlos mit dem glutenfreien Frühstück und Essen klappt. Und was soll ich sagen? Als ich morgens noch etwas im Halbschlaf zum Frühstück schlurfe, steht das glutenfreie Brot schon bereit und wartet auf mich. Zusätzlich steht glutenfreies Müsli auf dem Buffet – auf Nachfrage gibt es auch laktosefreie Milch. Die Auswahl an Aufschnitt, Käse, Lachs, Obst und aufgeschnittenem Gemüse sind großartig. Ich bin so traurig, als irgendwann nichts mehr in meinen Bauch passt und ich nicht noch einen der unzähligen Teesorten testen kann. Hach, am liebesten würde ich noch ein paar Tage hier bleiben!


Nägler’s Fine Lounge Hotel: Hauptstraße 1 – 65375 Oestrich-Winkel


 

Wart ihr schon einmal im Rheingau und habt Tipps, was ich bei meinem nächsten Besuch auf jeden Fall unternehmen muss? Erzählt mir gerne in den Kommentaren davon!

Eure Anna ♥

 

 

Offenlegung:

Dieser Artikel ist im Rahmen einer Pressereise entstanden, zu der die Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH eingeladen hat. Vielen herzlichen Dank für die Einladung!


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Anna

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