5 Top-Scenic-Coastal Drives am Kap

Diese Traum-Küstenstraßen dürft ihr nicht verpassen

 

Südafrika ist für mich das perfekte Land schlechthin für einen Roadtrip geworden. Selbst, wenn es nicht weit aus Kapstadt weggehen soll, habt ihr hier wundervolle Küstenstraßen, die einen träumen lassen. Natürlich fallen einem bei bekannten Küstenstraßen direkt der bekannte Chapman‘s Peak Drive ein, aber Kapstadt hat viel mehr als das zu bieten. Ich könnte ins Schwärmen geraten, wenn ich an die Autofahrten in der Mother City denke: Völlig unerwartet hat man wieder einen spektakulären Blick oder stoppt einfach am Straßenrand, um den Wellen zuzusehen. Aber wie so oft, sind es manchmal gar nicht die bekannten Orte, die das Herz höherschlagen lassen, sondern die, die man eher durch Zufall – quasi im Vorbeifahren – entdeckt.

 

# 1 Chapman‘s Peak Drive

Wie sollte es auch anders sein? Der Chapman‘s Peak Drive ist und bleibt (meine) Nummer 1, wenn es um Traumstraßen um Kapstadt herum geht! Am liebsten würde ich alle paar Meter anhalten, um die Ausblicke zu genießen. Neun Kilometer lang schlängelt sich die Küstenstraße über den Klippen entlang der Küste zwischen Hout Bay und Noordhoek. Wenn ihr die so bekannte Straße entlangdüsen möchtet, erkundigt euch vorher online, ob sie geöffnet ist. Je nach Wetterlage kann es sein, dass sie zwischenzeitlich oder tageweise gesperrt wird. Ich lege euch ans Herz ein kleines Picknickkörbchen zu packen – wo könnte man unterwegs sonst schöner ein paar Kleinigkeiten essen und die unglaubliche Landschaft genießen? Hier und da gibt es an den Haltebuchten kleine Sitzgelegenheiten, die dazu einladen Platz zu nehmen und die Seele baumeln zu lassen.

 

# 2 Straße zum Signal Hill am späten Nachmittag und Abend

Neben dem Tafelberg verzaubert mich auch der Signal Hill mit seinem Ausblick völlig. An einem schönen klaren Tag müsst ihr zum Sonnenuntergang auf den Signal Hill. Ja, die Idee werden auch unzählige andere Menschen haben, so dass es auf dem Rückweg zu Stau kommen kann (besonders dann, wenn ein Bus auf der kleinen Küstenstraße auf die Idee kommt zu drehen!). Aber dafür entschädigt der Ausblick schon auf der Fahrt bis zum Gipfel – auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite der Tafelberg und Lions Head! Besonders auf dem Rückweg ist die Aussicht in der Dunkelheit zauberhaft, wenn die unzähligen Lampen und Lichter die Stadt magisch erleuchten! Wie ein Sternenmeer liegt die Stadt einem zu Füßen. Das ist Kapstadt! Das ist mein absoluter Gänsehaut-Abend!


Achtung: Lasst euch bei der Parkplatzsuche nicht abzocken! Hier bieten sich gerne Parkplatzeinweiser bei der Suche an, die einem für die Dienste eine ganz schön hohe Summe abknöpfen wollen. Mein Tipp: Selbst suchen und warten, bis jemand wegfährt oder eine kleine Wanderung in Kauf nehmen.


 

# 3 Straße zwischen Strandfontein und Muizenberg

Etwas wilder geht es auf der Küstenstraße zwischen Muizenberg und Strandfontein zu. Hier pustet der Wind den schneeweißen Sand über die Straße und lässt einen meinen, dass man mitten in den Dünen steht. Das dicke Dünengras kommt hier gar nicht dagegen an, den ganzen Sand an Ort und Stelle zu halten. Den Abschnitt kann ich euch besonders zum Sonnenuntergang aus der Richtung Khayelitsha empfehlen, wenn die Sonne sich langsam verabschiedet und im Meer zu versinken scheint. Aber auch tagsüber lohnt sich die Strecke – hier kann man wunderbar einige Zeit auf den  Parkstreifen anhalten und den Möwen zusehen, wie sie den einzelnen Anglern die Fische streitig machen möchten.


Vorsicht: Solltet ihr spät abends hier entlangfahren, ist es stockdunkel! Ich dachte mein Herz bleibt stehen, als hier jemand vor das Auto gesprungen ist (keine Angst, es ist nichts passiert!). Vielleicht solltet ihr euren Besuch auf tagsüber legen. Aber auch bei Tageslicht und Sonnenschein wurde mir hier  von Locals von einsamen Strandspaziergängen abgeraten – ich habe mich brav daran gehalten und nur die Aussicht in der Nähe des Autos genossen. Safety first, oder wie es so schön heißt:-)!


 

# 4 Küstenstraße von Lower Table Mountain über Camps Bay in Richtung Süden (12 Apostles)

Was soll ich sagen? Teilweise ist der Abschnitt genauso schön, wie die Strecke am Chapman’s Peak Drive (und dazu noch kostenlos!). Von Camps Bay aus kommend fahrt ihr hier an den 12 Apostles vorbei und plant am besten einen kurzen Stopp oberhalb von Llandudno ein. Der Blick ist wundervoll, versprochen!


Einkaufstipp: Falls ihr noch auf der Suche nach Souvenirs seid: Bei gutem Wetter bieten Händler auf dem Parkplatz zwischen Camps Bay und Llandudno verschiedene Handwerkssachen, Holzschnitzereien und Mitbringsel an. Handeln nicht vergessen!


 

# 5 Clarence Drive (R44) bis Gordon’s Bay

Wenn man es ganz genau nimmt, gehört die R44 nicht mehr zu Kapstadt – dafür ist sie das perfekte Ziel für einen Tagesausflug oder als Weg nach Hermanus und zur Garden Route. Anstatt die N2 zu wählen, lohnt sich der kleine Umweg über die R44 auf jeden Fall! Nirgends sonst habt ihr auf der Strecke nach Hermanus und Betty’s Bay solch atemberaubende Ausblicke. Gefühlt könnte ich alle paar hundert Meter anhalten und wieder aus dem Auto springen, um den Wellen vor der unbeschreiblichen Kulisse zuzusehen. Aus Kapstadt aus kommend sieht man am Hang schon aus der Ferne „GB“ prangern – Gordons Bay. 21 km schlängelt sich die Straße von hier aus an den Klippen und teilweise nah zum Meer entlang – spektakuläre Aussichten garantiert! Und je nach Jahreszeit tummeln sich hier auch einige Wale. Hier lohnt es sich die Augen offen zu halten.

 

Wart ihr schon einmal in Südafrika und habt Kapstadt entdeckt? Welche sind eure liebsten Küstenstraßen am Kap? Erzählt mir gerne in den Kommentaren davon!

Eure Anna ♥

 


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Anna

    COMMENTS (2)

    • Anna

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      Liebe Sita,

      vielen, vielen herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar! Ja, selbst ich möchte auf der Stelle zurück nach Südafrika, wenn ich mir die Bilder noch einmal ansehe! Das war schon eine tolle Zeit!

      Viele liebe Grüße
      Anna

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