Cremiger Käsekuchen ohne Boden

Wer braucht bei Käsekuchen schon einen Boden oder Rand? Das Beste ist doch sowieso die cremige Käsemasse, oder? Beim San Sebastian Cheesecake spielt genau sie die Hauptrolle! Wenn ihr Käsekuchen genauso liebt wie ich, könnte dieser hier definitiv euer neuer Favorit werden!

Ein Stück San Sebastian Cheesecake auf einem kleinen Teller steht in der Mitte einer Kaffeetafel. Man sieht im Hintergrund und Vordergrund noch weitere Kuchenstücke, den Kuchen auf einer Kuchenplatte.

Seinen Namen verdankt der Kuchen der spanischen Stadt San Sebastián im Baskenland. Dort wurde er in einem kleinen Restaurant bekannt und hat inzwischen weit über die Grenzen Spaniens hinaus Fans gefunden – inklusive mir! Das Besondere: Der Kuchen wird bei sehr hoher Temperatur vergleichsweise kurz gebacken. Während klassische Cheesecakes meist hell und gleichmäßig gebacken aus dem Ofen kommen, trägt dieser seine typisch dunkle Oberfläche. Genauso muss es sein! Trotzdem darf und sollte er beim Herausnehmen aus dem Ofen noch ordentlich wackeln und in der Mitte sehr weich sein – das gehört bei diesem Kuchen unbedingt dazu. So bekommt er nach dem Abkühlen und insbesondere nach einer Ruhezeit im Kühlschrank seine typisch cremige Konsistenz. So gut!

Ohne Mehl gebacken

Die Kirsche auf der Sahnetorte, bzw. dem Käsekuchen: Da der San Sebastian Cheesecake ohne Boden und Rand auskommt, lässt er sich in der Regel ganz unkompliziert glutenfrei zubereiten – wenn ihr Stärke statt Mehl verwendet. Damit ist er eine tolle Alternative zu vielen klassischen (Käse-)Kuchenrezepten, bei denen glutenhaltiges Mehl oder entsprechende Kekse als Boden ganz selbstverständlich dazugehören. Die Stärke sorgt dafür, dass die Käsemasse die richtige Konsistenz bekommt, ohne dass der Kuchen dadurch schwer oder kompakt wird. Es gibt aber auch Varianten, die ganz ohne zusätzliche Stärke oder Mehl auskommen!

Kurz gesagt: Wer Cheesecake ohnehin am liebsten wegen der Füllung isst, dürfte hier also seinen perfekten Kuchen gefunden haben.

Ein Stück San Sebastian Cheesecake auf einem kleinen Teller steht in der Mitte einer Kaffeetafel. Man sieht im Hintergrund und Vordergrund noch weitere Kuchenstücke, den Kuchen auf einer Kuchenplatte. Eine Person hält im Hintergrund einen Tortenheber mit einem Stück des Kuchens darauf.

Meine Tipps & Tricks

Für mein Rezept backe ich den San Sebastian Cheesecake bewusst in einer kleineren Springform mit 20 cm Durchmesser. So wird er schön hoch und kompakt und behält seine wunderbar cremige Konsistenz nach dem Abkühlen. Solltet ihr doch eine andere Backformgröße verwenden, verändern sich entsprechend auch die Backzeit und Mengenangaben.

Damit der Cheesecake gelingt, verrate ich euch hier meine Tipps & Tricks:

  • Frischkäse und Eier auf Zimmertemperatur bringen: So verbinden sich die Zutaten besonders gut und die Masse wird schön gleichmäßig.
  • Nicht von der flüssigen Masse irritieren lassen: Der Teig für den San Sebastian Cheesecake ist ausgesprochen flüssig – und das soll auch so sein. Ich gieße die fertige Masse vor dem Einfüllen durch ein Sieb – so wird sie besonders fein!
  • Möglichst wenig Luft einarbeiten: Rührt die Masse nur so kurz und vorsichtig wie nötig. Bei diesem Cheesecake wollen wir keine aufgeschlagene Masse! Zu viel Luft kann dazu führen, dass der Kuchen beim Backen stark aufgeht und anschließend wieder stärker zusammenfällt. Tipp: Die Springform vor dem Backen vorsichtig auf die Arbeitsplatte klopfen & etwas ruckeln. So können größere Luftblasen entweichen. Sichtbare Bläschen an der Oberfläche können auch bequem mit einem Zahnstocher aufgepiekst werden.
  • Backpapier großzügig überstehen lassen: Die Springform wird mit Backpapier ausgekleidet, das ruhig über den Rand hinausragen darf. Der Cheesecake geht beim Backen regelmäßig so auf, dass er etwas über die Form hinauswächst. Achtet aber unbedingt darauf, dass das Backpapier keinesfalls die Heizspirale an der Decke des Backofens berührt – das kann gefährlich werden!
  • Nicht zu lange backen: Wenn ihr den Cheesecake aus dem Ofen holt, wird er gerade in der Mitte noch sehr „wabbelig“ sein. Das muss so sein! Er wird beim Abkühlen fest.
  • Zeit zum Abkühlen geben: Wie heißt es so schön? Gut Ding will Weile haben? Dadurch, dass die Masse nach dem Backen noch recht weich ist, benötigt der Cheesecake einige Stunden, bis er fest genug ist, um angeschnitten zu werden! Lasst ihn nach dem Backen bei Zimmertemperatur komplett auskühlen und dann am besten noch über Nacht im Kühlschrank stehen.
  • Nicht zu kalt servieren: Vor dem Verzehr sollte er mindestens eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank genommen werden. Bei Zimmertemperatur wird er besonders cremig.

San Sebastian Cheesecake

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Ruhezeit 4 Stunden
Gesamtzeit 4 Stunden 40 Minuten
Servings 1 kleine Springform
Käsekuchenfans werden diesen Cheesecake lieben! Der San Sebastian Cheesecake kommt ohne Boden und Rand aus und kann problemlos glutenfrei zubereitet werden!

Kochutensilien

  • 1 Springform Ø 20 cm
  • 1 Bogen Backpapier

Zutaten

  • 600 g Frischkäse Doppelrahmstufe (evtl. laktosefrei)
  • 150 g Zucker
  • 400 ml Sahne (evtl. laktosefrei)
  • 4 Eier (Gr. M)
  • 20 g Speisestärke (hier: Maisstärke)
  • etw. Vanillepaste (optional)
  • 1-2 EL Zitronensaft (optional)

Anleitungen 

  • Einen Bogen Backpapier mit den Händen zusammenknüllen, leicht mit Wasser befeuchten und wieder entfalten, anschließend in die Springform legen, gut in die Rundung drücken und nach oben etwas abstehen lassen, da der Kuchen leicht über die Form hinaus aufgeht. Das Backpapier darf jedoch nicht die Heizstäbe an der Decke des Backofens berühren, da es sonst leicht verbrennen kann.
  • Den Backofen auf 260°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Den Frischkäse zusammen mit dem Zucker in eine Schüssel geben und verrühren. Die Eier kurz in einer separaten Schüssel aufschlagen und anschließend unter den Frischkäse heben. Die Stärke auf die Masse sieben und ebenfalls unterrühren. Anschließend die Sahne dazugeben und sachte einrühren, sodass sich möglichst wenig Luftblasen bilden. Hinweis: Die Masse ist sehr flüssig, aber das soll so sein! Optional Zitronensaft und etwas Vanillepaste hinzufügen.
  • Die Frischkäsemasse durch ein Sieb in die vorbereitete Springform gießen. Die Form mehrmals vorsichtig auf die Arbeitsplatte klopfen, damit die Luft aus der Masse entweichen kann. Ggf. noch vorhandene Luftbläschen an der Oberfläche mit einem Zahnstocher entfernen.
  • Das Ganze in den Backofen stellen und für 30 Minuten bei 260°C bei Ober-/Unterhitze backen. Den Cheesecake in den letzten Minuten beobachten, damit er nicht schwarz wird. Sollte er jedoch noch nicht genug gebräunt sein, kann die Grillfunktion des Backofens für die letzten Minuten dazugeschaltet werden. Achtung: Den Ofen im Auge behalten, damit bei der hohen Hitze das Backpapier kein Feuer fängt! Wenn möglich, den Ofen während des Backvorgangs nicht öffnen!
  • Den Cheesecake aus dem Ofen nehmen. Die Mitte sollte noch recht "wabblig" sein. Die Springform auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Danach aus der Springform lösen, vorsichtig das Backpapier entfernen und auf einen Kuchenteller setzen. Wer mag, kann den Kuchen nach dem Abkühlen über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  • Mindestens eine Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen, damit er für den Verzehr schön cremig ist. Guten Appetit!

Notizen

Die verwendeten Zutaten sollten alle Zimmertemperatur haben!
Author: Anna
Gericht: Kuchen
Küche: Deutsch, Spanisch
Suchbegriff: Cheesecake
Ein Stück San Sebastian Cheesecake auf einem kleinen Teller steht in der Mitte einer Kaffeetafel. Man sieht im Hintergrund und Vordergrund noch weitere Kuchenstücke, den Kuchen auf einer Kuchenplatte.

Habt ihr schon einmal einen San Sebastian Cheesecake gebacken und seid auch so begeistert? Berichtet mir gerne in den Kommentaren davon. Hier findet ihr auch weitere Rezepte für Cheesecakes auf meinem Blog!

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Eure Anna ♥

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