Meine 10+3 Highlights für Istanbul

Wenn ich an meine Besuche in Istanbul zurück denke, denke ich vor allem an tolle Momente in einer entspannten Atmosphäre. In einer solchen Megastadt muss man von Anfang an den Stress ausblenden und sich treiben lassen. Man darf sich von der Hektik einfach nicht mitreißen lassen und sollte den Tag gemütlich in seinem Tempo angehen – dann kann auch ein Kurztrip in die Metropole am Bosporus Entspannung bedeuten. Neben den typischen touristischen Highlights wie der Hagia Sophia, der Blauen Moschee, dem Deutschen Brunnen und wie sie alle heißen, machen für mich auch besondere Momente oder Erlebnisse eine Stadt aus – und davon gibt es in Istanbul ganz schön viele.Blaue_Moschee_Istanbul

  1. Besuche die Fischer auf der Galatabrücke. Am besten bist du schon früh morgens da, wenn die Touristenströme noch genüsslich ihr Frühstück im Hotel genießen oder gerade die Hagia Sophia und Blaue Moschee bestaunen. Hier geht es gemütlich zu – es wird gefachsimpelt, Çay aus mitgebrachten Thermoskannen getrunken und einfach seelenruhig aufs Meer geschaut. Alleine das Beobachten hat schon etwas Meditatives an sich. So lässt es sich auf jeden Fall entspannt in den Tag starten.Fischer_Galatabrücke_IstanbulAngler_Galatabrücke_Istanbul

    Galatabrücke_Fischer_Istanbul

  2. Fahre mit der Fähre. Es muss nicht immer eine typische Bootstour über den Bosporus sein. Die Fähren gehören genauso zu Istanbul wie die unzähligen Möwen, die über dem Wasser kreisen und auf Beute hoffen. Für mich ist die Fahrt von Europa bis Asien immer etwas Besonderes. Entspannt kann man sich einige Minuten an Deck setzen und an schönen Tagen die Sonne genießen. Besonders am Abend zur Zeit des Sonnenuntergangs ist es wunderschön und manchmal auch ein klein bisschen kitschig, wieder auf die europäische Seite zu fahren.Blick_Bosporus_Istanbul

    Bosporus_Sonnenuntergang_Istanbul

  3. Trinke Kahve und Çay. Am besten fährst du mit der Fähre von Eminönü nach Kadiköy und trinkst auf der asiatischen Seite in einem nichttouristischen Café einen typischen türkischen Mokka. Frisch über Holzhohlen aufgebrüht und in den süß bemalten Tässchen serviert, kann man das ganze Treiben um sich herum wunderbar beobachten. Aber bleib nicht zu lange sitzen – irgendwann werden die Beine schwer und man merkt, wie viel man am Tag gelaufen ist.

Schön kann man auch auf einer der zahlreichen Dachterrassen seinen Nachmittagstee oder -kaffee trinken. Aber gib auf deine Tasse oder dein Glas Acht – der Wind fegt gerne alles vom Tisch!

Kahve_Istanbul Café_Istanbul

  1. Ziehe ohne bestimmtes Ziel über den Großen Basar und schlage kein Angebot zum Kahve oder Çay trinken aus. Ehrlich gesagt habe ich wahrscheinlich nur einen kleinen Teil des Basares gesehen, dafür aber so herzliche Bekanntschaften gemacht. Auch wenn man wirklich nichts kaufen mag (was man hinterher aber dann doch fast immer tut und sein Gepäck mit kleinen Töpferschälchen und Untersetzern füllt), macht es so viel Freude über Gott und die Welt zu quatschen und die Zeit verfliegen zu lassen. Und vergiss nicht, dir deine Zukunft aus dem Kaffeesatz vorhersagen zu lassen!Basar_Istanbul

    Basar_Untersetzer

    Basar_Leuchten

  2. Lass dich nicht übers Ohr hauen. Ich muss zugeben, dass das schon eine große Kunst ist. Aber man muss wirklich eisern sein. Handeln und wildes Hin- und Herdiskutieren über den Preis gehört einfach zu einem Bazar- oder Shoppingtag.Basar_Toepferschaelchen
  3. Versuche bei Sturm oben um den Galataturm zu laufen und nicht wegzufliegen. Höhenangst solltest du dabei zumindest nicht haben. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht die ganze Runde um den Turm herum geschafft habe – Schritt für Schritt habe ich mich entgegen der vorgesehenen Richtung zurück zum Eingang gekämpft und war froh, dass mir weder Schal, Sonnenbrille oder Kamera weggesegelt sind. Wenn der Wind zu Hochtouren aufläuft, wird man das Gefühl nicht los, dass man jeden Moment abheben könnte.Galataturm_Istanbul
  4. Biege auch mal von den Hauptstraßen ab. Besonders die kleinen Gässchen, die man eigentlich nur findet, wenn man sich verlaufen hat, haben es mir angetan. Pflanzen ranken an manchen Hausfassaden empor, liebevoll bepflanzte Blumenkübel prägen die Seitengässchen. Wie kleine Oasen in der oft trubeligen Metropole. Keine an einem vorbeirasenden Autos, keine gehetzten Menschen. Begegne deinen entgegenkommenden Leuten mit einem Lächeln – es gibt doch nichts Schöneres, wenn zurück gelächelt wird. Besonders die hügeligen Gässchen von Galata haben es mir angetan. Auf jeden Fall kann man am Abend den Sport ausfallen lassen. Treppen, verwinkelte steile Gässchen, Cafés, alternative Lädchen, Kopfsteinpflaster und Hügel – das ist Galata.Gaesschen_Istanbul-2Gaesschen_Istanbul

    Straße_Galata_Istanbul

  5. Sauge die Weite des Taksimplatzes in dir auf. Ok, es ist nicht der große Platz in Peking, aber  trotzdem noch beeindruckend. Alleine vor dem Hintergrund der Proteste im vergangenen Jahr breitet sich in mir noch ein unbeschreiblich beklemmendes Gefühl aus. Es scheint, dass der Alltag wieder eingekehrt ist – nur am Rande patroullieren Polizisten und halten das Geschehen im Auge. Beobachte die Mütter mit ihren Kindern, die die Tauben füttern und die Girlanden mit Türkeifähnchen, die im Wind wehen. Floristen bieten wundervoll gebundene Sträuße und die Verkäufer bieten ihre frisch gebackenen Sesamkringel an, die nach Belieben noch mit Frischkäse bestrichen werden. Für Menschen mit Zöliakie ist das leider nichts, aber auch wir finden in Istanbul genug zu essen – zum Beispiel frisch geröstete Maronen. Schau doch einfach auf meinem Post „Glutenfrei durch… Istanbul“ vorbei! Selbst wenn der Taksimplatz für dich nichts Besonderes ist – die ewig lange Einkaufsstraße İstiklâl Caddesi beginnt hier!Taksim_Platz_Istanbul
  6. Laufe die Einkaufsstraße hinunter und fotografiere die rote Bimmelbahn. Das stand ganz oben auf meiner To-Do-Liste für Istanbul, da es wahrscheinlich keinen Reiseführer, Bildband oder Bericht gibt, in dem sie nicht erwähnt wird. Im Gegensatz zu den anderen Plätzen, an denen ich es gerne alleine bin, fand ich es hier gerade toll, wenn die Straße belebt ist. Mühsam schiebt sich die kleine Bahn, die nur aus zwei Waggons besteht, durch die Straße und bimmelt, damit die Menschenmassen vor ihr zur Seite gehen. Manchmal habe ich das Gefühl, als wenn man zu Fuß fast schneller ist. Rechts und links säumen Modegeschäfte, Museen, Restaurants und Cafés die Straße und laden zu einem Besuch ein.rote_Tram_IstanbulFenster_Museum
  7. Genieße den Ausblick vom Topkapipalast auf das Goldene Horn. Alleine für den Blick über das Goldene Horn lohnt es sich, den Topkapipalast zu besuchen. Stressfei durch die riesige Parkanlage schlendern, die unzähligen handbemalten Tulpenfliesen und Mosaike bestaunen und seinen Gedanken ein paar Minütchen auf einer der Parkbanken freien Lauf lassen.Portrait_goldenes_Horn_IstanbulMosaik_Topkapipalast_IstanbulBank_Topkapipalast_Istanbul
  8. Bestaune die Auslagen der Bäckereien. Selbst wenn du nichts essen magst (oder wie ich kannst), macht es alleine schon Spaß die kleinen Backkunstwerke in den Schaufenstern zu bestaunen! Hoch aufgetürmte Leckereien warten auf ihre Käufer und lassen jedem das Wasser im Mund zusammen laufen.DSC_1083-1
  9. Trinke frische Säfte. An jeder Ecke bekommst du Becher mit frisch gepresstem Orangen- und Granatapfelsaft.
  10. Du hast alles gesehen und immer noch Zeit übrig? Wahrscheinlich ist das unmöglich – in Istanbul kann man Ewigkeiten verbringen und hat wahrscheinlich niemals alles gesehen. Aber für den Fall der Fälle: Fange an die Möwen zu zählen, die Tag für Tag kreischend über den Bosporus segeln – damit wirst du garantiert nie fertig.Möwe_Istanbul

Was sind deine Highlights in Istanbul, die man nicht verpassen sollte? Erzähle mir gerne in den Kommentaren davon!


ABOUT THE AUTHOR

Anna

    COMMENTS (4)

    • Anna

      ()

      Liebe Brigitta, lieber Alex,
      oh, da freue ich mich! Gucke ich gleich direkt mal rein! Vielen lieben Dank für euer Lob! Ich muss zugeben, dass mich das schon ein wenig stolz macht:-). Auf viele weitere tolle Reisemomente.

      Liebe Grüße
      Anna

      Antworten

  1. Swanni

    ()

    Liebe Anna,
    so ein schöner Artikel über Istanbul 🙂 bei den tollen Fotos bekomme ich direkt wieder großes Fernweh!
    Ich muss dir Recht geben manchmal entdeckt man die schönsten Plätze, wenn man mal die Hauptstraßen verlässt und sich einfach treiben lässt.
    Und mit der Fähre von der europäischen Seite auf die asiatische Seite zu fahren ist auch eine meiner Lieblingsdinge in Istanbul.
    Alles Liebe
    Swanni (https://sliceofistanbul.wordpress.com/)

    Antworten

    • Anna

      ()

      Liebe Swanni,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Oh ja, das Gefühl kenne ich. Als ich gestern und heute die Fotos bearbeitet habe, wollte ich sofort wieder zurück! Oh jaa, am besten noch einen Tee auf der Fähre trinken und kurz erholen!! Das ist so schön!
      Viele liebe Grüße
      Anna

      Antworten

Magst du mir einen Kommentar dalassen? Ich würde mich freuen!