Schwedischer Kladdkaka

Ein schwedischer Schokotraum

[glutenfrei, optional laktosefrei, ohne Soja]

 

Während ich gerade schon meine nächste Reise in die Wärme plane, denke ich immer noch so gerne an Schweden zurück. Trotz des grauen Wetters in der Woche vor Weihnachten, hatte die Stadt etwas Besonderes. Die kleinen Cafés in Stockholms Altstadt Gamla Stan haben es mir angetan! Hier hätte ich stundenlang sitzen können und das graue Wetter und bunte Treiben beobachten können.

Als ich vor ein paar Jahren das erste Mal in Schweden war, musste ich schon lachen, als ich den schwedischen Kaka (Kuchen) und Fika (Kaffeepause) kennengelernt habe. Sind wir doch mal ehrlich – so im Inneren sind wir doch manchmal alle noch ein Kind! Aber ich habe nicht nur die beiden Wörter kennengelernt, sondern auch so etwas wie ein Stück schwedische Tradition! Kaka und Fika gehören hier einfach dazu! Wenn es im Winter hier schon am frühen Nachmittag dunkel wird, wissen die Schweden schon, wie man es sich gemütlich macht – Kaffee und Kuchen sind doch dabei immer eine gute Idee, oder?

Auch wenn der Kladdkakans Dag am 07. November gefeiert wird, finde ich, dass jeden Tag Kladdkaka-Tag sein kann. In Schweden findet man den feinen Schokokuchen fast in jeder gut sortierten Kuchentheke – meist aber leider nicht glutenfrei. Die glutenfreie Variante lächelt einen aber zumindest aus jedem TK-Regal im Supermarkt an. Anlass für mich, mich selbst in die Küche zu stellen und an meiner Variante des kleinen schwedischen Schokotraums zu tüfteln. Und was soll ich sagen? Der Kuchen ist ein purer Schokotraum! Durch den Anteil an gemahlenen Mandeln ist er noch etwas saftiger als ohnehin schon.

Ganz traditionell hat er eine relativ kurze Backzeit, damit er seine typisch klitschige Konsistenz bekommt. Oder sagt man hier einfach kladdige Konsistenz😊? Für meinen Kuchen habe ich eine Backform mit 21 cm Durchmesser verwendet und habe dem Kuchen ein bisschen Zeit mehr im Ofen gegönnt. Ganz so flüssig mag ich den Kern dann auch nicht – das Ergebnis war für meinen Geschmack perfekt.

Ich hatte ihn bei 180 ° C bei Ober-/Unterhitze für 25 Minuten im Ofen (mein Ofen braucht meist auch eine etwas längere Backzeit). Ich empfehle euch eine Backzeit von 20-25 Minuten bei der angegebenen Springform-Größe. Je größer die Form, desto geringer die Backzeit! Aber jetzt wird es Zeit, den Kladdkaka nachzubacken – ich wünsche euch viel Spaß bei eurer kulinarischen Reise durch Schweden!

Zutaten
  • 2 Eier
  • 100 g Zucker
  • 100 g Rohrzucker
  • 75 g glutenfreies Universalmehl
  • 75 g gemahlene Mandeln
  • 3 EL Kakaopulver (30 g)
  • 1 Tütchen Vanillinzucker
  • Prise Salz
  • 125 g Butter (laktosefrei)
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 180 ° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Butter über dem Wasserbad schmelzen und zum Abkühlen beiseite stellen.
  3. Die beiden Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.
  4. Die restlichen Zutaten miteinander vermengen, die Eigelbe unterrühren und nach und nach die flüssige Butter hinzufügen.
  5. Wundert euch nicht, der Teig ist sehr kompakt und ergibt einen Klumpen. Durch Unterheben des Eischnees bekommt er aber eine wunderbare Konsistenz!
  6. Den Boden einer Springform (21 cm Durchmesser) mit Backpapaier auslegen und die Ränder der Form fetten, den Teig einfüllen und glattstreichen.
  7. Der Kladdkaka wird nun für 20-25 Minuten gebacken, damit er seine typische Konsistenz behält und in der Mitte noch schön klitschig bleibt.

 

Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Nachbacken! Habt ihr ein schwedisches Lieblingsrezept? Erzählt mir gerne in den Kommentaren davon!

 

Eure Anna ♥

 


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Anna

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