DOs & DON’Ts in New York

Kleine Entscheidungshilfen für euren NYC-Trip

 

Wenn man das erste Mal eine Reise nach New York plant, steht man vor einem Haufen voller Entscheidungen. Sicher ist auf jeden Fall, dass die Zeit in der Stadt auf keinen Fall ausreichen wird, um all die Sehenswürdigkeiten zu besuchen und die Dinge zu erleben, die man sich vorgenommen hat. Auch, wenn es schwerfällt, muss man da einfach Entscheidungen treffen. Klingt ganz schön hart, ist es auch! Aber man sagt ja auch so schön, dass eine Entscheidung gegen etwas auch gleichzeitig eine Entscheidung für eine andere Sache ist, oder? Damit ihr ein wenig abwägen könnt, was ihr auf keinen Fall von eurer Liste streichen solltet oder was ihr getrost hintenanstellen könnt, verrate ich euch meine DOs & DON’Ts in der Stadt, die niemals schläft!

 

# 1 Ellis Island statt Liberty Island

Wenn ihr euch entscheiden müsst, lege ich euch einen Besuch von Ellis Island, der kleinen Schwester von Liberty Island, ans Herz. Was für mich am Anfang super öde klang, hat sich dann doch noch zu einem meiner Highlights entpuppt. Und ja, hier möchte ich beim nächsten New York Besuch auf jeden Fall noch einmal hin!

Während sich auf Liberty Island die Besucher in Scharen über die kleine Insel schieben und versuchen, den besten Schnappschuss mit der Freiheitsstatue zu machen, haben sich die Menschen auf Ellis Island relativ schnell verlaufen. Wenn ihr genügend Zeit habt, lege ich euch erst einen Spaziergang über die kleine Insel mit einem wunderschönen Blick auf die Skyline von Manhattan ans Herz – wenn ihr vom Schiff kommt, müsst ihr dafür rechts abbiegen (und nicht direkt ins Museum wie ca. 98 % der anderen Besucher). Das Einwanderermuseum lohnt sich auf jeden Fall auch für mehr als nur eine Stippvisite!

By the way: Den Besuch müsst ihr hier schon weit im Voraus planen, da die Tickets pro Tag kontingiert und manchmal schon sehr früh ausgebucht sind!

# 2 Metro anstatt Taxi

Auch wenn die Yellowcabs einfach zu New York gehören wie der Central Park und ein Bagel mit Frischkäse zum Frühstück, könnt ihr einiges an Nerven (und vor allen Dingen auch Zeit) sparen, wenn ihr auf die Metro setzt. Hier solltet ihr vorher überschlagen, ob sich ein 7-Tages-Ticket lohnt, mit dem ihr dann so oft ihr wollt von A nach B fahren könnt! Die Variante empfehle ich euch auch, um vom Flughafen in die Stadt zu kommen (und natürlich auch wieder zurück😊)!  

# 3 Passt euch dem Tempo an

Spätestens nach einem Tag in der Stadt werdet ihr merken, dass eine rote Fußgängerampel nicht unbedingt bedeutet, dass auch jeder Fußgänger brav stehen bleibt! Wenn nicht gerade ein Krankenwagen oder ein NYPD-Auto mit Blaulicht vorbeirauschen, ist es hier ganz normal, bei freier Straße einfach weiterzulaufen! Also schließt euch einfach dem Strom an und outet euch nicht direkt als Neulinge😊! Und wo wir gerade beim Thema sind: Auch abruptes Stehenbleiben auf dem Bürgersteig oder das panische Suchen eures Metrotickets direkt vor dem Drehkreuz sind auch eher so semi-beliebt!

# 4 Vergesst das Kalorienzählen

Um ganz ehrlich zu sein, sind wir doch nicht ein paar Tage in New York, um Kalorien zu zählen und auf all die Leckereien zu verzichten, oder? Von überall her lächeln einen Bagels, Donuts, Pizzen und himmlische Eisbecher an und warten nur darauf, von uns vernascht zu werden! Also ran an den Speck – fasten kann man auch zu Hause!

# 5 Jutebeutel anstatt Plastiktüten-Wahnsinn

Natürlich verübelt es einem niemand, wenn man als Andenken die bekannten Macy’s, Tiffany‘s oder Victoria‘s Sectret Tüten mit nach Hause nehmen mag, aber nach einem Tag in der  Stadt staunt man nicht schlecht, wie viele unsinnige Plastiktüten man gesammelt hat! Wie wäre es, wenn ihr dem Wahnsinn ein Ende bereitet und einfach ganz bequem einen eigenen Beutel mitbringt, um die Einkäufe darin zu verstauen? Aber ihr müsst schnell sein und am besten direkt sagen, dass ihr eure eigene Tüte bei habt – die Verkäufer (besonders in den Supermärkten) sind blitzschnell darin, deine Einkäufe direkt einzupacken!

# 6 Kostenlose Attraktionen anstatt frecher Eintrittspreise

Überlegt euch vorher genau , welche Highlights ihr auf jeden Fall besuchen möchtet – neben einer Menge von kostenlosen Plätzen gibt es auch bei den Hauptattraktionen Möglichkeiten zu sparen. Zum einen gibt es sog. Attraction Tickets – aber auch hier muss ganz genau nachgerechnet und geschaut werden, ob ihr dabei wirklich sparen würdet, wenn ihr nur bestimmte Sehenswürdigkeiten besuchen möchtet.

Manche Museen und Attraktionen bieten aber auch an einzelnen Wochentagen „pay what you wish“-Aktionen an oder öffnen zu bestimmten Zeiten ganz kostenlos ihre Türen. Hier findet ihr mehr Informationen dazu. Also lasst euch nicht über den Tisch ziehen und macht euch vorher einen Plan, was ihr nicht verpassen möchtet und was die günstigste Variante für euch ist!

# 7 Kommt ins Gespräch und nehmt Hilfe an

Um ehrlich zu sein, hatte ich die New Yorker gar nicht mehr so gesprächig und unglaublich warmherzig im Gedächtnis! Ich sehe mich noch mit meiner Mama völlig planlos auf der Suche nach dem Hotel um die Blöcke irren. Google Maps und ich wurden uns an dem Abend auch nicht einig und so habe ich dann das einzig Richtige getan: Jemanden nach Hilfe gefragt! Hach, ich denke zwischendurch immer noch an den Herrn, weil er einfach so unfassbar herzlich war und uns ein Stück mit seiner Bulldogge in Richtung Hotel begleitet hat.

Oder der Herr in der Metro, der einfach nur so interessiert war, wo man herkommt, so dass man sich die ganze Fahrt über unterhalten hat. Als Diplomatensohn hat er schon als Kind die halbe Welt gesehen und eine Zeit lang in Deutschland gelebt. Ganz ehrlich? Wann hattet ihr zuletzt solch ein Gespräch in der U-Bahn zu Hause?

Oder die Verkäuferin im Century21, die mich kurz vor ihrem Feierabend noch so lieb und geduldig geschminkt hat, nur weil ich mir mit der Puderfarbe nicht sicher war – eine halbe Stunde später kannten wir einen großen Teil unserer Lebensgeschichte und sind uns ein ganzes Stück ans Herz gewachsen!

Hach, es gibt so viele solcher kleiner Begegnungen, die einen manchmal einfach den ganzen Tag strahlen und noch so lange an eine schöne Begegnung zurückdenken lassen!  

# 8 Kleine Outletstores in NYC anstatt Outletcenter in New Jersey

Mit Outletcentern ist das ja immer so eine Sache. Entweder hat man Glück – oder eben auch nicht! Die Tagestouren in das riesige Center in New Jersey sind ja super beliebt. Bei meinem ersten Besuch in New York habe ich einen Tag „geopfert“ und bin mit dem Bus hingefahren – richtig gefunden habe ich nichts. Gekauft habe ich trotzdem, um nicht das Gefühl zu haben, dass die Zeit verschwendet war. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich es bei dem Besuch in diesem Jahr nicht bereut habe, nur die Shops in der Innenstadt zu besuchen. Versucht euer Glück doch bei Century 21, TJ Maxx oder im Bloomingdales Outlet – auch hier könnt ihr schöne Sachen finden und Zeit sparen.

# 9 Kauft Obst bei den Straßenhändlern und nicht im Supermarkt

Es ist wohl kein Geheimnis, dass Lebensmittel in NYC teilweise unverschämt teuer sind – oder wir einfach unglaublich günstige Preise gewohnt sind. Wenn ihr so kleine Obstfresserchen wie ich seid, lege ich die kleinen Stände an den Straßenrändern ans Herz! Hier bekommt ihr für wenige Dollar je nach Jahreszeit Beeren und vieles, was man im Supermarkt viel teurer bezahlen würde!

# 10 Kreditkarte anstatt Bargeld

Ja, man muss sich aufangs schon ein wenig überwinden, kleine Kleckerbeträge mit der Kreditkarte zu zahlen. Aber während Verkäufer (und natürlich auch Verkäuferinnen:-)) in der Heimat teilweise immer noch genervt zu sein scheinen, wenn man seine Lebensmittel für 5 Euro mit der EC-Karte zahlen möchte, wird man in den USA hingegen schräg angeguckt, wenn man seinen Kaffee am Morgen oder den Donut nun ernsthaft mit Bargeld zahlen möchte! Aber ich verspreche euch, dass man sich super schnell daran gewöhnt und es irgendwann auch ein wenig Spaß macht, alles bequem mit der Karte zu zahlen!

 

Habt ihr noch Tipps, was man auf keinen Fall in New York verpassen sollte oder was man sich auch getrost sparen kann? Erzählt mir gerne in den Kommentaren davon!

Eure Anna ♥

 

 


ABOUT THE AUTHOR

Anna

Ich freue mich über deinen Kommentar!