Vegetarisches Bobotie

Linsenauflauf aus Südafrika

 

Hach, Südafrika! So ganz komme ich noch nicht los von dir und deiner Küche! Während ich euch in der letzten Woche noch mein wahrscheinlich liebstes südafrikanisches Rezept verraten habe, geht es jetzt noch einmal zur Kategorie Hauptgang!

Wenn man sich die Zutatenliste so anschaut, könnte man meinen, dass Bobotie nicht aus der südafrikanischen Küche stammt, sondern ein waschechtes indisches Gericht ist. Aber neben Gerichten wie Chakalaka, dem Nationalsport Braai, Potjiekos und der himmlischen Melktert ist Bobotie nicht aus der südafrikanischen Küche wegzudenken und ist eins der Nationalgerichte schlechthin!

Ursprünglich wird Bobotie mit Hack zubereitet und als Hauptgericht zu Safranreis mit Chutney serviert. Es gibt die wildesten Variationen mit Trockenfrüchten, Aprikosenkonfitüre, verschiedenen Gemüsesorten, Bananenscheiben und Mandeln. Ich liebe die einfache vegetarische Variante mit Linsen und esse sie super gerne als Beilage oder mit frisch gebackenem Brot und Salat!

Achtung! Solltet ihr in Südafrika Bobotie bestellen, müsst ihr ganz genau nachfragen, welche Zutaten enthalten sind. In den typischen Bobotie-Rezepten wird die Fleischmasse mit Weißbrotscheiben angedickt! Hier lauert Gluten! Das Brot habe ich in diesem Rezept durch eine kleine Süßkartoffel ersetzt – ein Träumchen! Anstatt fertiges Chutney zu nehmen, habe ich selbst schnell welches gekocht – wenn ihr noch eine Mango im Kühlschrank habt, kann also nichts schief gehen!

Zutaten

Für das Chutney
  • etw. Olivenöl
  • 1 kl. Rote Zwiebel
  • 1 reife Mango
  • 2 TL Rohrzucker
  • 1 Prise Chiliflocken
  • Saft von ½ Limette
  • ½  TL Curry
  • 1 Msp. Anis
  • ein guter Schuss Portwein
  • Salz, Pfeffer zum Abschmecken

 

Für das Linsen-Bobotie
  • etw. Olivenöl
  • 2 rote Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Süßkartoffel (ca. 150 g)
  • 3 Dosen Linsen à je 400 g (265 g Abtropfgewicht) à 795 g Abtropfgewicht insgesamt
  • 5 EL Mango-Chutney (entweder nach dem Rezept hier oder fertiges)
  • 2 TL Garam Masala
  • 1 TL Cumin
  • 1 TL Currypulver
  • 2 TL Kurkuma
  • Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer, evtl. etwas Chili
  • 250 ml Milch (evtl. laktosefrei)
  • 3 Eier
  • Salz, Pfeffer

 

Die Mengenangaben reichen für vier Portionen (je nach Hunger), bzw. für eine Auflaufform mit einem Fassungsvermögen von 1 Liter.

Zubereitung

Chutney
  1. Solltet ihr kein fertiges Chutney verwenden, bereitet ihr dies erst einmal vor. Keine Angst – das geht super schnell! Für euer Mango-Chutney schneidet ihr zunächst einmal die Zwiebel in ganz, ganz feine Würfelchen. Diese werden mit einem Schuss Olivenöl angebraten bis sie leicht Farbe bekommen.
  2. Die Mango wird geschält, der Kern herausgelöst und in kleine Würfel geschnitten.
  3. Gemeinsam mit den Gewürzen kommen die Mangowürfel nun zu den Zwiebeln in den Kochtopf, bzw. die Pfanne. Das Ganze wird nun auf mittlerer Stufe leicht köcheln gelassen und mit dem Portwein und Saft der halben Limette abgelöscht!
  4. Während das Chutney nun vor sich hinköchelt, könnt ihr schon einmal das Bobotie vorbereiten.
Bobotie
  1. Da die Zubereitung nicht so lange dauert, könnt ihr ruhig schon einmal den Backofen auf 180 ° C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Für das vegetarische Bobotie werden zunächst die Linsen in einem Sieb abtropfen gelassen, die Süßkartoffel geschält und fein gerieben, die Zwiebel geschält und in kleine Würfel geschnitten und die Knoblauchzehen gepresst.
  3. Die fein geschnittene Zwiebel wird nun mit dem gepressten Knoblauch in etwas Olivenöl angebraten. Hierzu werden die Gewürze und das Chutney gegeben, kurz verrührt und dann kommen auch schon die Linsen und die fein geraspelte Süßkartoffel hinzu.
  4. Das Ganze würzt ihr mit Salz und Pfeffer – bei den Gewürzen müsst ihr nicht sparsam sein. Die Milch-Ei-Mischung wird hinterher noch etwas von dem Geschmack aufsaugen.
  5. Und da wären wir auch schon bei der besagten Milch-Ei-Mischung. Hierfür verquirlt ihr die Eier mit der Milch und würzt diese auch mit etwas Pfeffer und Salz. Wer mag, kann auch etwas Chili hinzugeben!
  6. Nun wird die Linsenmasse in eine (oder mehrere kleine) Auflaufform(en) gefüllt und gleichmäßig mit der Milch-Masse übergossen. Das gibt hinterher eine schöne „Kruste“. Auf der Form werden gerecht die Lorbeerblätter verteilt – die dürfen bei keinem Bobotie fehlen.
  7. Bei 180 ° C Ober-/Unterhitze wird der Linsenauflauf nun ca. 40-45 Minuten gebacken.

 

Habt ihr ein typisch südafrikanisches Lieblingsgericht? Oder mögt ihr das Bobotie eher in seiner klassischen fleischhaltigen Variante? Erzählt mir gerne in den Kommentaren davon!

 

Eure Anna ♥

 


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Anna

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