Mein perfekter Tag in… Stockholm!

Tipps für eure Reiseplanung & Rezept für schwedische Raggmunk

 

[Dieser Beitrag enthält Werbung für Schär.]

 

Gamla Stan, unzählige Museen, das Stockholmer Schloss, der Freizeitpark Gröna Lund und und und. Stockholm hat für seine Besucher einfach so viel zu bieten, dass man sich kaum entscheiden kann, was auf jeden Fall auf seine ganz persönliche Bucket Liste gehört. Wenn man vor seiner Stockholm-Reise durch Reiseführer und Blogs stöbert, wird die Liste immer länger und länger. Man möchte ja schließlich auch nichts verpassen! Aber was gehört denn nun wirklich zu den absoluten Highlights bei einem Besuch in Schwedens Hauptstadt? Und wo finde ich die besten glutenfreien Leckereien? Was soll ich sagen? Früher habe ich mir auch immer genau durchgeplante Listen geschrieben, was ich bei meinem Städtetrip auf keinen Fall verpassen möchte. Und ja, teilweise tue ich das heute noch. Aber in Stockholm habe ich mich einfach treiben lassen und habe quasi so ganz nebenbei wunderschöne Plätze entdeckt!


Meine Sightseeing Highlights in Stockkolm


  • Entdecke Gamla Stan: Hübsche Cafés wechseln sich mit stylischen Interiorläden ab und Pippi Langstrumpf lächelt einem aus den Souvenirgeschäften entgegen – die Altstadt hat einfach ein ganz besonderes und heimeliges Flair mit ihren Kopfsteinpflasterwegen und den bunten gemütlichen Häuschen.
  • Genieße eine schwedische Kaffeetafel: Kaka und Fika gehören in Schweden einfach zu einem perfekten Nachmittag dazu. Ein Stück schwedische Tradition, die man einfach miterleben muss.
  • Finde den schönsten U-Bahnhof: Während man andernorts meist schnellstmöglich das Weite sucht, sind manche der Stockholmer U-Bahnhöfe so besonders, dass man noch ein wenig länger verweilt. Bunte Regenbogen-Rolltreppen oder aufwändig gestaltete Tunnel, bei denen man sich wirklich wie unter Tage vorkommt!
  • Erkundet die Stadt zu Fuß und vom Wasser aus: Wie wäre es mit einer kleinen Bootsfahrt von Slussen nach Skeppsholmen und einem kleinen Spaziergang am hübschen Schlösschen auf Kastellholmen vorbei? Zurück könnt ihr entweder wieder mit dem Boot fahren, oder über die Brücke Skeppsholmsbron mit den bekannten goldenen Kronen zurück laufen. Die Fahrten mit den kleinen Fährbooten sind in  eurem Tages- oder Wochenticket inklusive und lohnen sich auf jeden Fall.


Meine glutenfreien Lieblingsspots in Stockholm


Stockholm ist und bleibt ein glutenfreies Paradies! Aber Achtung, Zöliakiebetroffene müssen genau darauf achten, ob die bestellte Leckerei wirklich glutenfrei ist, oder nur aus glutenfreien Zutaten hergestellt wurde. Ausführlich habe ich die Begriffe glutenfritt und utan gluten hier beschrieben.

In Stockholm reihen sich wunderschöne Restaurants und süße Cafés quasi aneinander. Damit euch die Entscheidung nicht ganz so schwerfällt, stelle ich euch hier meine liebsten glutenfreien Plätze vor:

Frühstück

  • Pom & Flora

Für ein gemütliches Frühstück empfehle ich euch einen Besuch bei Pom & Flora. Von dem hübschen Lädchen gibt es direkt zwei Filialen in Stockholm – ich habe die Filiale in Vasastan besucht und bin wirklich begeistert. Es lohnt sich früh da zu sein, da es besonders am späten Vormittag und zur Lunchzeit gut besucht ist. Wie wäre es mit glutenfreiem Vollkornbrot mit Avocado, Frischkäse und Ei? Oder seid ihr eher der süße Frühstückstyp und entscheidet euch für eine leckere Bowl? Auf jeden Fall seid ihr nach so einem leckeren Frühstück super für eine Entdeckungstour durch Stockholm gewappnet.

Stärkung zwischendurch

Ja, so eine Sightseeingtour macht ganz schön hungrig. Auch wenn ich sonst eher auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achte, muss ich gestehen, dass ich mich in Stockholm riesig gefreut habe, nach Herzenslust Burger essen zu können. Man schätzt ja immer besonders das, was man in der Heimat nicht hat, oder??

  • Max Burger

Meine absolute Lieblingsburger-Kette in Schweden ist Max Burger: Glutenfrei ist hier kein Problem. Anstatt am Bestellautomaten habe ich persönlich bei einem Mitarbeiter an der Theke bestellt, um noch einmal darauf hinweisen zu können, dass mein Menü auf jeden Fall komplett glutenfrei sein muss. Hach, ihr könnt gar nicht glauben, wie ich mich gefreut habe, als meine Bestellnummer auf dem Bildschirm aufgeleuchtet ist und ich endlich meinen Burger in Empfang nehmen konnte!

  • Vigårda

Vigårda belegt auf jeden Fall Platz 2 meiner liebsten Stockholm-Burgerläden. Auch hier habe ich mich bereits bei meiner Bestellung pudelwohl und gut aufgehoben gefühlt! Die Bedienung wusste sofort Bescheid, wovon ich rede und hat direkt an die Küche weitergegeben, dass bei meinem Burger besonders Acht bei der Zubereitung gegeben werden muss. So wurden direkt die Handschuhe gewechselt und sich besonders Mühe gegeben!

Zeit für Kaka und Fika

Wer den ganzen Tag auf den Beinen ist, hat sich natürlich am Nachmittag eine ausgiebige schwedische Kaffeetafel verdient!

  • Sattava Bäckerei

Die kleine Bäckerei in der Altstadt ist in meinen Augen ein perfektes Plätzchen, um sich am Nachmittag etwas auszuruhen. In der Bäckerei gibt es einige Sitzplätze, so dass man seinen Kuchen und Kaffee direkt vor Ort verputzen kann. Die meisten der glutenfreien Leckereien sind hier auch noch separat verpackt, so dass es nicht zu einer Kreuzkontamination in der Auslage kommen kann.

Abendessen

  • Crispy Pizza

Wie wäre es abends denn mit einer großartigen Pizza bei Crispy Pizza? Hach, ich fange direkt an zu schwärmen, wenn ich an den gemütlichen Abend in dem hübschen Restaurant zurückdenke. Hier stimmt einfach alles: Eine unglaublich freundliche und bemühte Bedienung, die wirklich alles dafür tut, dass man sich wohl und gut aufgehoben fühlt, ein toller Laden und als Highlight natürlich eine vorzügliche Pizza!


Mein liebstes schwedisches Rezept für kühle Tage


Aber wisst ihr, was das Beste an einem Städtetrip ist? Wenn man sich vorher schon einmal kulinarisch darauf einstimmen kann. Passend zu den aktuell noch kühlen Temperaturen, habe ich mich für eins meiner liebsten Soulfood-Schwedenrezepte entschieden:

Raggmunk – Kartoffelpuffer auf Schwedisch

Wahrscheinlich hat jedes Land seine ganz eigene Art, wie Kartoffelpuffer zubereitet werden. Aber um ehrlich zu sein, kommt es ja auch immer auf die Beilage an. Während wir in Deutschland ja meist Apfelmus bevorzugen, darf in Schweden eine Beilage auf keinen Fall fehlen. Nein, in diesem Fall kein Zimt, sondern Preiselbeeren! Auch wenn ich finde, dass geräuchterter Lachs wunderbar dazu passt, wird es ganz traditionell mit krossem Bacon gegessen! Hach, die Schweden wissen schon, wie man sich kalte Tage gemütlich und vor allen Dingen lecker gestaltet, oder?

Ich muss euch enttäuschen – leider habe ich in Schweden keine glutenfreien Raggmunk gefunden. Oder habe ich vielleicht nicht gut genug gesucht? Obwohl sie Kartoffelpuffer heißen, ist jedoch meist immer noch ein Anteil Mehl enthalten. Also habe ich mich in der heimischen Küche daran gemacht, die schwedische Leckerei glutenfrei zu zaubern. Bei dem Mehl habe ich mich für das Schär Mehl Farine entschieden – mein treuer Begleiter für eher herzhafte Gerichte wie Schupfnudeln, Brote und eben Reibeplätzchen! Das Ergebnis ist wirklich großartig – wie überdimensionale Kartoffelplätzchen, die außen schön kross sind. Hach, da könnte ich mich reinsetzen! Aber nun habe ich genug geschwärmt – allerhöchste Zeit, selbst in der Küche aktiv zu werden!

Die Mengenangaben reichen für ca. 10 Reibeplätzchen und je nach Hunger für 2-3 Personen.

Zutaten

  • 700 g mehligkochende Kartoffeln
  • 80 g Schär Mehl Farine
  • 1 Ei
  • 100 ml (laktosefreie) Milch
  • 1 TL Salz
  • Öl zum Braten

 

  • 150 g Bacon
  • Preiselbeermarmelade
  • Schmand oder Frischkäse (laktosefrei)

Zubereitung

  1. Zunächst wird der Backofen auf 180 ° C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Sobald der Ofen auf Temperatur ist, kommt der auf einem Backpapier ausgelegte Bacon für ca. 20-25 Minuten in die Wärme, bis er goldbraun und schön knusprig ist.
  2. In der Zwischenzeit wird der Raggmunk-Teig zubereitet. Hierfür werden die Kartoffeln geschält und gerieben. Hier verwende ich für die Hälfte der Menge die grobe und die andere Hälfte der Menge die feine Küchenreibe. So ist die Konsistenz der Reibekuchen perfekt – nicht zu kompakt, aber auch nicht zu grob!
  3. Aus den geriebenen Kartoffeln, dem Mehl, Ei, Salz und der Milch wird direkt der Teig gerührt. Die Zutaten vermenge ich meist mit den Händen, da so alles schön gleichmäßig untergehoben werden kann.
  4. In einer Pfanne wird nun Öl (oder je nach Geschmack auch Butter) erhitzt und nach und nach die Kartoffelpuffer ausgebacken. Dafür wird der Teig mit einem Esslöffel in die Pfanne gegeben, etwas in Form gebracht und für ca. 4-5 Minuten auf mittlerer Stufe ausgebacken. Achtung: Stellt die Herdplatte nicht zu heiß, da die Puffer von außen sonst zu schnell schwarz werden und innen noch roh sind!
  5. Die fertig ausgebackenen Kartoffelpuffer werden kurz auf Küchenkrepp auskühlen gelassen und dann mit Preiselbeeren, Bacon und Schmand angerichtet.

 

Ich wünsche euch viel Spaß bei eurer Reiseplanung und beim Nachkochen der schwedischen Reibeplätzchen! Wart ihr schon einmal in Schweden und habt eure ganz persönlichen Lieblingsplätze kennengelernt? Berichtet mir gerne in den Kommentaren davon – dann behalte ich das für meinen nächsten Stockholmbesuch im Hinterkopf!

Eure Anna ♥

 

Write A Comment