Ideen für einen Tag in Hamburg

Mit Zwischenstopps zur Stärkung – auch glutenfrei natürlich!

Ihr plant ein paar Tage in Hamburg, aber wisst noch nicht so recht, wie ihr eure Zeit hier verbringen sollt? Was solltet ihr auf keinen Fall verpassen und was ist an einem Tag machbar? Hier gebe ich euch einige Inspirationen zwischen Altona und Blankenese – perfekt für einen Tag in der Hansestadt.

Frühstück in Ottensen

Wie heißt es so schön? Ohne Mampf kein Kampf? Genauso sehe ich es auch und deshalb beginnen wir unseren Tag im wunderschönen Ottensen im Knuth. Nach einem ausgiebigen Frühstück lassen wir uns etwas durch die umliegenden Gassen mit Secondhand Läden, Cafés und hübschen Straßen treiben.

Kleine bepflanzte Verkehrsinseln mit Sitzgelegenheiten, begrünte Häuserfassaden und die ein oder andere blühende Stockrose, die sich durch die Pflastersteine kämpft, zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht. Das Viertel ist urgemütlich. Besonders vormittags unter der Woche ist es super entspannt hier. Obwohl es ein „normales“ Wohnviertel ist, gibt es hier und da was zu entdecken. Wie zum Beispiel einen Bienenfutterautomaten von den Bienenrettern – ein ausgedienter Kaugummiautomat, umfunktioniert zur Bienenfutter-Station. 50 Cent einwerfen, Pflanzensamen ziehen und zukünftiges Bienenfutter in der Stadt aussäen! Hach, ich liebe es einfach, so viel Zeit zu haben und sich einfach treiben zu lassen und so coole Sachen zu entdecken. All die Kleinigkeiten, die sonst im Stress des Alltags untergehen werden so erst einmal sichtbar.

So sehen die Bienenfutter-Automaten aus!
Das Rathaus Altona ist schon ganz schön hübsch!

Altonaer-Balkon & Dockland-Gebäude

Unser Weg bringt uns bis zum Altonaer Balkon – mit einem einmaligen Blick über den Hafen können wir uns hier ein paar Minütchen ausruhen. Zu unseren Füßen liegt quasi das Dockland-Gebäude, welches bei bestimmt jedem Fotografie-Verrückten Hamburg-Besucher auf der To-Do-Liste steht. Der Besuch des Bürogebäudes lohnt sich aber besonders zum Abend hin, wenn die Sonne sich langsam verabschiedet und sich das Gebäude wunderschön im Wasser spiegelt! Hier solltet ihr auf jeden Fall bei gutem Wetter in den kommenden Tagen noch einmal zurückkommen!

Vom Altonaer Balkon kann man super auf den Hafen und die Köhlbrandbrücke gucken!
Der Besuch des Dockland-Gebäudes lohnt sich besonders am Abend!

Nach einem letzten Blick auf die Hafenkräne, die von hier aus wie Miniaturfiguren aussehen und die Köhlbrandbrücke, machen wir uns auf den Weg nach Blankenese. Auch wenn ich die Parkplatzsuche in Hamburg so manches Mal verteufle, lege ich die Strecke mit dem Auto zurück. Man kann aber wunderbar auch von Altona (Altona Rathaus) aus mit dem öffentlichen Bus nach Blankenese fahren. Die Verbindungen sind super und ihr habt so noch mehr die Möglichkeit, rechts und links der Elbchaussee den Blick schweifen zu lassen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Elbchaussee

Die Fahrt entlang der Elbchaussee kommt mir vor wie eine Tour in eine andere kleine Welt. 8,6 km zieht sich die Straße parallel zur Unterelbe von Ottensen nach Blankenese. Auf großzügigen Grundstücken reihen sich wunderschöne Anwesen wie eine Perlenkette aneinander – mit genügend Abstand versteht sich! Ich muss mich immer wieder auf den Verkehr vor mir konzentrieren, weil ich vor lauter Gucken fast aus dem Fenster falle. Wirklich viel sieht man hinter den riesigen Hecken und Toren zwar nicht, aber hier und da kann man einen Blick erhaschen und erahnen, was sich für wunderschöne Villen dahinter verbergen. Im Kopf spiele ich Monopoly und habe bereits das ein oder andere Häuschen auf meiner Wunschliste! 🙂

Treppenviertel Blankenese

Willkommen in Blankenese! Vom Baurs Park aus kommend erkunde ich nach einem Spaziergang durch das bewaldete Gebiet das Treppenviertel. 5000 Stufen soll es hier geben, die sich auf und ab durch das recht dicht bebaute Gebiet ziehen – eine Mischung aus Sportprogramm, Verschnaufpausen und Häuser-Gucken! Ein wenig erinnert es mich an ein Labyrinth, hinter dessen System man nur als erfahrener Treppenviertel-Bewohner irgendwann durchsteigt. Ich bin schon froh, dass ich mir den Weg halbwegs merken kann und nach einiger Zeit mein Auto wiederfinde. Nein, keine Sorge! Verlaufen wird sich hier niemand und ich habe auch noch von keinem Besucher gehört, der nach seiner Erkundungstour nicht wieder aufgetaucht ist. 🙂 Und meist entdeckt man ja auch die schönsten Winkel, wenn man den Weg gar nicht so genau kennt, oder?

Da, wo früher Fischerhäuser das Bild geprägt haben, stehen heute von kleinen beschaulichen Häuschen bis zu alten Villen und stylischen Neubauten im Bauhausstil eine bunte Mischung aus wunderschönen Häusern, die sich trotz ihrer Verschiedenheit zu einem perfekten Gesamtbild zusammenfinden. Trepp auf, Trepp ab – das Sportprogramm könnte man wahrscheinlich den ganzen Tag durchziehen (wenn man die Kondition dazu hätte) und würde immer wieder neue Ecken und Ausblicke entdecken. Hier und da kann man einen Blick auf die Elbe erhaschen – da kann man wohl nur erahnen, wie wunderschön der Ausblick aus den Gärten und Terrassen der Häuser hier sein muss.

Wer mag, kann vom Fähranleger aus mit der Fähre über die Elbe setzen und das Treppenviertel auch von der anderen Uferseite aus ansehen.


Parken: Mühlenberger Weg oder umliegende Straßen – Tipp: Sucht euch einen Parkplatz außerhalb der kostenpflichtigen Parkzone. Hier muss man nur eine Parkscheibe stellen!

Bus: Verschiedene Buslinien fahren von Altona (Altona Rathaus) nach Blankenese – entweder läuft man vom Bahnhof Blankenese aus bis zum Treppenviertel oder steigt noch einmal um. Google zeigt euch die Verbindungen super übersichtlich an!


Museumshaven Oevelgönne

Ein kleines Hüngerchen macht sich langsam breit, oder? Allerhöchste Eisenbahn was dagegen zu unternehmen. Von Blankenese aus geht es wieder zurück in Richtung Altona. Am Museumshafen Övelgoenne lockt die kleine Fischbude „Nuggis“ mit köstlichen Fischbrötchen! Und ich meine in Hamburg muss man mindestens einmal Fischbrötchen essen, oder? Für diejenigen unter euch, die auch auf Gluten verzichten (müssen), gibt es hier auch die Option für glutenfreie Brötchen!

Update 15.10.2020: Leider habe ich heute die Rückmeldung einer Leserin bekommen, dass es die glutenfreien Fischbrötchen nicht mehr oder aktuell nicht mehr gibt. Ich kann leider nicht sagen, ob es nur vorübergehend so ist, oder die glutenfreien Brötchen komplett aus dem Sortiment genommen wurden. Seid also bitte nicht enttäuscht, wenn ihr hier leer ausgeht. Solltet ihr eh in der Nähe sein und etwas in Erfahrung bringen, würde ich mich über eine Rückmeldung in den Kommentaren freuen!

Gut gestärkt und nach einem netten Schnack geht es für einen kleinen Spaziergang entlang des Elbstrandes oder durch den Museumshafen Oevelgönne. Hier können die Schiffe genau unter die Lupe genommen und in die Geschichte der Seefahrt eingetaucht werden.


Museumshafen Oevelgönne: Fähranleger Neumühlen – 22763 Hamburg


„Raus aus der Stadt“ oder lieber nach St. Pauli?

Für den Nachmittag gibt es zwei Optionen. Entweder in die Natur oder weiter auf Entdeckungstour durch die Stadt.

Ich selbst finde es nach einem Tag mit so vielen Aktivitäten und neuen Eindrücken immer ganz schön in der Natur etwas abzuschalten zu können. Als Inspirationen habe ich euch hier Vorschläge außerhalb der Stadt aufgeschrieben – da ist bestimmt etwas für euch dabei! Aber ich kann es mindestens genauso gut verstehen, wenn ihr direkt noch mehr von Hamburg entdecken wollt! Wie wäre es mit einer kleinen Tour durch St. Pauli?

Alter Elbtunnel, Sonnenuntergang & Burger essen

Wer St. Pauli nun direkt mit dem bekannten Fußballclub und der Reeperbahn in Verbindung bringt, liegt zwar nicht ganz falsch, aber der Bezirk kann so viel mehr als nur das! Von coolen Restaurants, Cafés und Kneipen gibt es hier auch so viel zu entdecken, dass sich eine ausgiebige Entdeckungstour auf jeden Fall lohnt! Neben cooler Streetart warten natürlich auch die bekannten Landungsbrücken auf einen Besuch!

Wegweiser in St. Pauli
Grafittis in St. Pauli, Hamburg
Alleine wegen der tollen Graffitis lohnt sich ein Besuch in St. Pauli.

Angefangen bei den Landungsbrücken solltet ihr hier einen Besuch des alten Elbtunnels nicht verpassen. Über 400 Meter führen hier zwei Röhren unterhalb der Elbe von den Landungsbrücken aus auf die andere Seite des Hafens nach Steinwerder. Macht jedoch nicht den Fehler und stellt euch zum Fotografieren direkt in die Mitte auf den Radweg – hier werdet ihr gnadenlos von den heranrauschenden Radfahrern weggeklingelt oder direkt lauthals verflucht! 😊

Ein Besuch im alten Elbtunnel lohnt sich auf jeden Fall! Der „Eintritt“ ist kostenlos.

Ihr seid auf der Suche nach dem perfekten Ort für den Sonnenuntergang? Wenn ihr nicht den Weg bis zum Dockland-Gebäude laufen oder fahren möchtet, habt ihr den perfekten Spot quasi direkt vor eurer Nase! Etwas oberhalb des S-Bahnhofes „Landungsbrücken“ habt ihr den perfekten Blick! An schönen Tagen könnt ihr so noch ewig lange der Sonne hinterherschauen und sie beobachten, während sie in der Ferne versinkt.

Oberhalb des S-Bahnhofes „Landungsbrücken“ habt ihr den perfekten Sonnenuntergangs-Blick!

Burger im Grilly Idol

Als Abschluss dieses wunderschönen Tages lege ich euch einen köstlichen Burger im Grilly Idol ans Herz. Wenn wir doch schon in Hamburg sind, darf der Hamburger doch nicht fehlen, oder? Die Auswahl ist super gut und dazu gibt es noch glutenfreie Optionen – mehr dazu habe ich schon in meinem Beitrag über glutenfreie Restaurants in Hamburg verraten! Hier kann man wunderbar nach einem so abwechslungsreichen Tag in der Stadt runterkommen und ihn ausklingen lassen!


Grilly Idol: Clemens-Schultz-Straße 40 – 20359 Hamburg


Ich wünsche euch super viel Spaß in der wunderschönen Hansestadt! Ich hoffe, dass ich euch mit den Ideen ein wenig inspirieren und Ideen für die Städtetrip-Planung geben konnte! Habt ihr weitere Tipps, was man zwischen Ottensen und Blankenese noch erleben muss? Berichtet mir gerne in den Kommentaren davon!

Eure Anna ♥

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