Dänisches Smørrebrød

Glutenfreies Schwarzbrot zum Verlieben!

Heute nehme ich euch in Gedanken noch einmal mit nach Skandinavien – nicht nach Schweden wie in den letzten beiden Wochen, sondern nach Dänemark. Und was gehört zu Dänemark genauso wie die Königsfamilie, Hygge und die kleine Meerjungfrau? Genau, das Smørrebrød!

Was vielleicht für den einen nur ein dick belegtes Butterbrot ist, ist für die Dänen ihr Smørrebrød. Jedes einzelne ist wie ein kleines Kunstwerk, das eigentlich viel zu schade zum Essen ist. Wundervoll verziert und belegt mit allem was das Herz begehrt, traut man sich gar nicht es anzuschneiden – traditionell werden die dick belegten Brote mit Messer und Gabel gegessen. Einfach aus der Hand in das Brot zu beißen scheitert meist schon beim ersten Versuch! So viel Geschick besitzt wahrscheinlich niemand – schon gar nicht ich! 

Es gibt nicht das typische Rezept, was als Belag drauf kommt. Das Motto lautet hier: Hauptsache viel! Und die Butter darf nicht fehlen! Es heißt ja schließlich auch Smørre-brød: Butterbrot! Eigentlich gehört als krönender Abschluss auch noch eine dicke Schicht Remoulade on top!

Auf die Butter auf dem Brot wollte ich bei meinem Rezept nicht verzichten – aber dafür habe ich mir die Remoulade gespart und durch eine leichtere Frischkäse-Kräutercreme ausgetauscht.

Ich sehe mich noch über die Papiroen, Kopenhagens Foodmarket, streifen. Hier und da sind die Auslagen und Vitrinen mit wunderhübschen Broten gefüllt. Ewig könnte ich dastehen und mir die Nase an den Scheiben plattdrücken – wie im Museum! Obwohl Kopenhagen ein kleines glutenfreies Paradies ist, habe ich bei dem typischen Smørrebrød meist aber kein Glück – das besteht ganz traditionell aus einer Schnitte Roggenbrot.

Also habe ich mich drangesetzt und mein eigenes glutenfreies Smørrebrød gebastelt – ein perfektes Körnerbrot mit allerlei Belag von geräuchertem Lachs, Garnelen, Ei und Käse bis hin zu Avocado! Und auch ohne den ganzen Belag ist das Schwarzbrot ein Gedicht! Hach, ich glaube, ich habe ein neues Lieblings-Schwarzbrot gefunden! Auch nach fünf Tagen hat es auch ohne aufgetoastet zu werden noch saftig frisch geschmeckt – der perfekte Begleiter also auch für deine kommenden Reisen! Die andere Hälfte des Brotes hatte ich versuchsweise eingefroren und im Toaster aufgetaut: Test bestanden!

 

Zutaten

 

Für das Brot

125 g Vollkornreismehl

25 g Maisstärke

25 g Leinsamenmehl

75 g glutenfreies Universalmehl

120 g glutenfreie Haferflocken

110 g Sonnenblumenkerne

30 g Sesam

50 g Kürbiskerne

50 g Leinsamen (geschrotet)

2 TL Salz

25 g Chia-Samen

30 g Amaranth

50 g gepuffter Quinoa

2 EL gem. Flohsamenschalen

2 TL Backkakao

4 EL Zuckerrübensirup

1 Apfel (ganz fein gerieben)

625 ml Joghurt

 

60 ml lauwarmes Wasser

1 Würfel Frischhefe

1 TL Rohrzucker

 

Für den Belag

Alles, was das Herz begehrt (hier: Garnelen, Lachs, Ei, Avocado, Käse, Kresse, Butter)

 

Für den Remouladen-Ersatz

Frischkäse

Chiliflocken

Salz

Pfeffer

Petersilie

Thymian

Zubereitung

  1. Zunächst wird die Hefe aufgesetzt. Dafür bröckelt ihr den Würfel Hefe in 60 ml lauwarmes Wasser und gebt einen Teelöffel Rohrzucker dazu. Das Ganze verrührt ihr etwas miteinander und lasst es etwas stehen, bis die Hefe aktiviert ist – das seht ihr, wenn sich Bläschen an der Oberfläche bilden.
  2. Danach werden die trockenen Zutaten hinzugegeben und gut mit dem Knethaken vermengt.
  3. Nun werden der Joghurt, Zuckerrübensirup und der fein geriebene Apfel hinzugegeben. Mein Knethaken war mit der Menge des Teiges von nun an etwas überfordert, so dass ich den letzten Rest mit den Händen geknetet habe.
  4. Zu einer Kugel geformt, wird der Teig 2 Stunden mit einem feuchten Küchentuch abgedeckt an einem warmen Plätzchen gehen gelassen. Keine Sorge, ihr habt nichts falsch gemacht, wenn er nicht wahnsinnig aufgeht!
  5. Der Backofen wird auf 160 ° C bei Ober-/Unterhitze vorgeheizt.
  6. Auf die unterste Schiene des Backofens stelle ich immer ein Backblech und fülle es mit Wasser, damit der Teig beim Backen genug Feuchtigkeit bekommt.
  7. Nun kommt der Teig ein eine Kastenform – anstatt die Form zu fetten, lege ich sie immer mit Backpapier aus, da man so hinterher bequemer das Brot herausheben kann.
  8. Insgesamt wird das Brot nun für 140 Min bei 160 ° C Ober-/Unterhitze gebacken.
  9. Nach einer Stunde wird das Brot aus der Kastenform genommen und auf dem Backgitter weitergebacken.
  10. Das Backblech mit dem restlichen Wasser wird nach ca. 1,5 Stunden aus dem Ofen genommen, damit die Kruste des Brotes fest wird.
  11. Nach ca. 140 Minuten kann das Brot aus dem Ofen genommen und auskühlen gelassen werden.
  12. Nun könnt ihr es nach Herzenslust belegen!
  13. Für den Remouladen-Ersatz habe ich die Zutaten mit dem Stabmixer zu einer Creme verarbeitet – hier könnt ihr je nach Geschmack so viele Kräuter und Gewürze nehmen, wie ihr mögt!

 

Wie belegt ihr euer Smørrebrød am liebsten? Seid ihr eher Team Lachs und Garnelen oder doch eher Avocado und Käse? Verratet es mir gerne in den Kommentaren!

Eure Anna ♥

 


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Anna

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